Samstag, 08.05.2021

Rundum geschützt

Berufsbild: Security-Fachkräfte tragen viel Verantwortung

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Zum Themendienst-Bericht von Roman Wintz vom 28. Oktober 2019: Fachkräfte für Schutz und Sicherheit arbeiten mit moderner Technik. Beim Kontrollgang kommt zum Beispiel ein Wächterkontrollsystem zur Dokumentation mobiler Dienste zum Einsatz. Foto: Kirsten Neumann/dpa-tmn - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit dem genannten Text - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++
Foto: Kirsten Neumann
Alles im Blick: In der Notruf- und Serviceleitstelle gehen zentral Meldungen von Alarm- und Sicherheitssystemen ein.
Foto: Kirsten Neumann
Sie sit­zen in Alarm­zen­tra­len vor Moni­to­ren, si­chern Ta­t­or­te oder prü­fen No­t­aus­gän­ge und Flucht­we­ge auf Ver­an­stal­tun­gen. Sie schir­men Pro­mi­nen­te vor Pa­pa­raz­zi ab, brin­gen Po­li­ti­ker heil durch den Tag oder be­g­lei­ten Wert­trans­por­te auf der Fahrt von A nach B. Von Jo­ball­tag kann man bei Fach­kräf­ten für Schutz und Si­cher­heit kaum sp­re­chen.

Für Leon Ungrad hat jeder Tag etwas Neues zu bieten. Er absolviert beim Sicherheitsdienstleister Kötter Security am Standort Dortmund seine dreijährige Ausbildung. »Ich habe kein festgelegtes Schema für den Alltag, das sich an bestimmte Uhrzeiten anpasst«, erzählt er. Je nachdem, wo er gerade eingesetzt ist - am Objekt oder in der Niederlassung, lernt er neue Kollegen kennen und macht sich mit seinem Tätigkeitsfeld vertraut.

Wer etwa im Objekt- und Anlagenschutz tätig ist, kümmert sich darum, dass nur berechtigte Personen Zutritt zu einem Firmengelände bekommen. Die Fachkräfte sehen bei Kontrollgängen nach dem Rechten oder prüfen, ob Arbeits- oder Brandschutzvorschriften eingehalten werden. Sie sind auch für die Sicher?heitstechnik verantwortlich - dazu kontrollieren sie Überwachungskameras oder Alarmsysteme.

Leon Ungrad durchläuft in seiner Ausbildung verschiedene Stationen. Neben dem Werkschutz lernt der Azubi etwa, wie die Revier?planung abläuft. Welche Kontrollen werden wie häufig durchgeführt? Welche Meldesysteme müssen gecheckt werden? Wie läuft die Zusammenarbeit mit Polizei, Feuerwehr und anderen Hilfskräften? »Vor kurzem habe ich meinen Brandschutzhelfer-Lehrgang gemacht«, erzählt Ungrad. Denn auch bei Bränden müssen die Sicherheitskräfte zur Stelle sein.

Rund um die Uhr

In der Notruf- und Service-Leistelle nehmen Mitarbeiter Meldungen oder Auffälligkeiten entgegen, die zu schützende Gebäude und Objekte betreffen. Solche Stellen müssen rund um die Uhr besetzt sein - das heißt, auf Mitarbeiter in der Sicherheitsbranche kommen je nach Einsatzort Nacht- und Wochenendarbeit zu.

Fachkräfte für Schutz und Sicherheit sind mitunter auch im Bereich Werttransport im Einsatz. Sie kümmern sich dann zum Beispiel um den sicheren Transport von Geldern aus Supermärkten, Kauf- und Warenhäusern oder Geldinstituten in speziell gepanzerten Fahrzeugen, wie der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft erklärt.

Mindestens 18 Jahre

Wer sich für die Ausbildung interessiert, muss in der Regel mindestens 18 Jahre alt sein. Das Unternehmen Kötter achtet zudem darauf, dass Bewerber Eigeninitiative und einen Führerschein mitbringen. Wer in der Sicherheitsbranche arbeitet, muss zudem ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen.

»Selbstständigkeit und team- und kundenorientiertes Arbeiten sind für die Ausbildung gewünschte Eigenschaften«, sagt Kötter-Ausbildungskoordinatorin Kathrin Kerkmann. Weitere Bedingungen seien ein ausgeprägter Servicegedanke, gute Umgangsformen sowie fließend Deutsch in Wort und Schrift. »Auch Grundkenntnisse in Englisch und der Spaß am Umgang mit Menschen dürfen nicht fehlen.«

Die Gehälter während der Ausbildung unterscheiden sich je nach Bundesland und Betrieb. Die Bundesagentur für Arbeit gibt zur Orientierung monatliche Bruttogehälter zwischen 580 und 850 Euro im ersten Lehrjahr an. Im letzten Jahr der Ausbildung steigt das Gehalt auf zwischen 710 und 950 Euro an.

In Nordrhein-Westfalen sieht der Verdienst folgendermaßen aus: »Die Lehrlinge bekommen im ersten Jahr ein monatliches Gehalt von 719 Euro brutto, 795 Euro im zweiten Jahr und 937 Euro im dritten«, sagt Peter Vogel, Berufsberater der Industrie- und Handelskammer zu Essen.

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