Freitag, 23.04.2021

Genuss pur mit Wintergemüse

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Wintergemuese
Foto: dpa
Auch in den kalten Herbst- und Wintermonaten werden viele regionale Gemüsesorten angeboten. Vielseitige Verwendungsmöglichkeiten und authentische Geschmacksnoten sorgen für Genuss im Einklang mit den Jahreszeiten. Saisonales steht dabei zu Recht hoch im Kurs. Die Auswahl umfasst vor allem Kopfkohl wie Weiß- und Rotkohl sowie Grünkohl als Blätterkohl. Dazu kommen auch einige Salatsorten, etwa Feldsalat und das Kellergemüse Chicorée.

Wintergemüse trotzt der Kälte. Teils sorgt sogar gerade erst der Frost für das richtige Aroma, was sich besonders bei Rosenkohl und Grünkohl positiv bemerkbar macht. Ansonsten schützen beim Eigenanbau notfalls Folien und Gewächshäuser die Kulturen vor extrem niedrigen Temperaturen.

Der leckere Geschmack ist aber nicht alles, denn Wintergemüse ist zugleich gesund. So gilt zum Beispiel Kohl wegen der enthaltenen Vitalstoffe als wahres Super-Gemüse: Vitamin A und sein Vorläufer Betacarotin lassen sich hier unter anderem nennen, ebenso Vitamin E. zugleich enthält Kohlgemüse Folsäure und B-Vitamine, die unter anderem wichtig für Nerven, Haut, Haare und Nägel sind. Vor allem aber sind die unterschiedlichen Sorten regelrechte Vitamin C-Bomben. Weißkohl zum Beispiel, nimmt es locker mit Zitronen auf. Grün- und Rosenkohl enthalten mit über 100 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm sogar deutlich mehr als die sauren Früchte. Durch regelmäßigen Kohlgenuss kann man insofern im Winter gut die eigenen Abwehrkräfte gegen Erkältungen mobilisieren. Allerdings gehören Vitamin C und die B-Vitamine zu den wasserlöslichen Stoffen und gehen daher beim Erhitzen größtenteils ins Kochwasser über. Um Verluste gering zu halten, sollte man das Gemüse daher nur schonend mit wenig Wasser dünsten und auch möglichst immer mal als Rohkost verzehren. Tipp: Gewürze wie Anis, Fenchelsamen oder Kümmel verhindern peinliche Blähungen.
Neben Vitaminen zeichnet sich Kohlgemüse durch ein Potpourri an Mineralstoffen aus, von Magnesium, Eisen, Chrom bis zu Mangan. Dazu kommen wichtige verdauungsfördernde Ballaststoffe und Senfölglykoside. Letztere sind es, die das typische, leicht scharfe Aroma verantworten. Neueren Erkenntnissen zufolge beugen sie Infektionen vor und können vermutlich bei manchen Krebsarten protektiv wirken. Das alles übrigens bei wenigen Kalorien...  

Auch andere bayerische Wintergemüsesorten stehen in großer Auswahl zur Verfügung, darunter Topinambur, Sellerie, Steckrüben, Wirsing, Schwarzwurzeln und Pastinaken. Inzwischen wieder populär geworden, lassen sich daraus wärmende Eintöpfe, Aufläufe und Schmorgerichte zaubern. Dazu bekommen die Kunden vor Ort auf den Höfen und bei den Direktvermarktern der Region jederzeit die passenden Rezeptideen.

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