Sonntag, 17.10.2021

Effizienzhäuser sind zukunftssicher

Umweltschutz: Neue staatliche Förderung

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Mit einer Wärmepumpe erfüllt ein Haus die Anforderungen an den Standard EH 55 EE und profitiert von der Neuregelung der Effizienzhausförderung.
Foto: akz-o
Wer über­legt, sein Ei­gen­heim auf ei­nen mo­der­nen En­er­gie­stan­dard zu brin­gen oder gleich ein neu­es, en­er­gie­spa­ren­des Haus zu bau­en, der darf sich seit dem 1. Ju­li 2021 über loh­nen­de Un­ter­stüt­zung freu­en. Mit der Neu­re­ge­lung für den Bau so­ge­nann­ter Ef­fi­zi­enz­häu­ser win­ken at­trak­ti­ve För­der­mög­lich­kei­ten vom Staat.

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) übernimmt dabei einen wesentlichen Anteil der Investitionen, die für den besseren Baustandard erforderlich sind.

Der Mindeststandard ist im Gebäudeenergiegesetz (GEG) festgelegt und benennt den Energieverbrauch eines Referenzobjektes mit dem Index 100. Verbraucht ein energiesparendes Effizienzhaus beispielsweise nur 55 Prozent dieser Energie, wird diesem die Bezeichnung EH 55 zugeteilt. »Besonders nachhaltig wird das Haus, wenn es eine Wärmepumpe und erneuerbare Energien zum Heizen nutzt. Dann erhält es das nun eingeführte, für Eigentümer vorteilhafte Kürzel EH 55 EE«, informiert Klaus Ackermann, Geschäftsführer von Nibe Systemtechnik in Celle, eines Herstellers von Wärmepumpen. Dieses ermögliche beim Neubau eines Einfamilienhauses eine Förderung von 26 250 Euro und für die Modernisierung eines bestehenden Wohngebäudes bis zu 75 000 Euro«.

Zuschuss oder Kredit

Die Fördersumme bezieht sich dabei jeweils auf eine Investition von mindestens 150 000 Euro und wird als Tilgungszuschuss für einen Kredit gewährt oder neu als reiner Zuschuss ausgezahlt. Die Anträge können gemeinsam mit einem Energieexperten auf der Webseite der Kfw - Programm 461 für den Direktzuschuss sowie 261 und 262 für die Kreditvariante - gestellt werden. »Werden Wärmepumpen mit grünem Strom aus dem Netz oder der Photovoltaik-Anlage auf dem Dach betrieben, erfüllen sie bereits heute das für 2045 erklärte Ziel der Klimaneutralität«, so Ackermann weiter. Effizienzhäuser seien damit zukunftssicher und von weiteren Schärfungen der Mindeststandards ausgenommen. »Ebenso von der stetig steigenden CO2-Abgabe«, so der Geschäftsführer.

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