Dienstag, 18.06.2019

So ist die Ehe für Alle im Mainviereck angekommen

Zahlen vom Standesamt

Aschaffenburg
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Von ei­nem Boom lässt sich nicht sp­re­chen: Die Ehe für Al­le ist zwar im Main­vier­eck an­ge­kom­men. Seit Ok­tober 2017 kön­nen in Deut­sch­land auch gleich­ge­sch­lecht­li­che Paa­re stan­de­samt­lich hei­ra­ten. Au­ßer­halb der Stadt Aschaf­fen­burg neh­men das aber oft nicht vie­le Paa­re in An­spruch. Das zei­gen die Zah­len aus dem Jahr 2018.

In Aschaffenburg traute das Standesamt 2017 allein im letzten Quartal 25 gleichgeschlechtliche Paare, teilt Pressesprecherin Mailin Seidel mit. Elf davon waren sogenannte Umwandlungen: Die Partner lebten vorher schon in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft. Im Jahr 2018 gaben sich erneut 25 gleichgeschlechtliche Paare das Ja-Wort. Darunter waren sechs Umwandlungen von Lebenspartnerschaften. Insgesamt heirateten 349 Paare im Jahr 2018 in Aschaffenburg.

Neben Aschaffenburg erreichen auch Marktheidenfeld und Alzenau eine höhere Zahl im Mainviereck: In Marktheidenfeld gab es im vergangenen Jahr sieben gleichgeschlechtliche Ehen und drei Umwandlungen, sagt Marcus Meier, Pressesprecher der Stadt. Laut Alzenaus Pressesprecherin Diana Börner gaben sich seit Einführung der Ehe für Alle 19 gleichgeschlechtliche Paare das Ja-Wort: Sieben Umwandlungen von Lebenspartnerschaften, 12 Trauungen.

Die Zahlen aus Lohr liefert Pressesprecher Dieter Daus: Von 120 Eheschließungen im Jahr 2018 waren zwei gleichgeschlechtlich, dazu kam eine Umwandlung. In Wertheim heirateten 123 Paare im vergangenen Jahr. Wie Angela Steffan von der Verwaltung berichtet, war unter diesen ein homosexuelles Paar, das seine Lebenspartnerschaft zur Ehe vertiefte.

Aus Obernburg meldet der Standesbeamte Martin Roos seit Oktober 2017 zwei Umwandlungen von Lebenspartnerschaften in Ehen. 2018 gab es von 61 Ehen aber keine gleichgeschlechtliche. In Miltenberg standen Paare 88-mal im Jahr 2018 vor dem Standesbeamten - darunter eine Umwandlung einer Lebenspartnerschaft und eine gleichgeschlechtliche Ehe, teilt Standesbeamter Walter Lauth mit.

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