Freitag, 23.04.2021

Fairways, Fitness, Vergnügen

Golfsport: Hilfreich gegen Stress im Alltag und Prävention zugleich - »Herzsport«

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Golf fasziniert nicht nur immer mehr Menschen, sondern ist unabhängig vom Alter auch gut für die Gesundheit.
Foto: Uwe Anspach
Golf fas­zi­niert nicht nur im­mer mehr Men­schen, son­dern ist un­ab­hän­gig vom Al­ter auch gut für die Ge­sund­heit.

Wer mit Spaß und Vergnügen auf die Runde geht, trainiert den Körper und findet gleichzeitig auch Ruhe, Ausgleich und Entspannung beim Spiel - »weiche« Gesundheitsfaktoren gegen den Stress im Alltag und zugleich eine gute Prävention.

Grundlagenausdauer

Das verbreitete Vorurteil, Golf erfordere keine besondere Fitness, ist jedoch leicht widerlegt: Auf einer 18-Loch-Runde werden zwischen 100 und 200 Schwünge absolviert und zwischen acht und zehn Kilometer zurückgelegt. Dabei sind die Spieler gut vier Stunden unterwegs. Personen mit solider Grundlagenausdauer sind also im Vorteil, denn sie können sich während des gesamten Spiels besser konzentrieren, um ihre Schläge technisch optimal auszuführen. Besonders am Ende der Runde schlägt das zu Buche. Um die Grundlagenausdauer zu verbessern, sind beispielsweise das Training am Ergometer, leichtes Joggen oder Walken geeignet.

Im Vergleich zu anderen Sportarten ist Golfen für den Bewegungsapparat eher ungefährlich. Voraussetzung für eine niedrige Verletzungsrate sind eine gute Vorbereitung und eine technisch saubere Ausführung des Schwungs. Gerade für den Spitzensportler, der große Weiten erzielen möchte, ist eine schnellkräftige Bewegung wichtig. Gleichmäßige Kraft im Sinne einer Ganzkörperspannung hat einen wesentlichen Einfluss auf die Schlaglänge und -präzision und sorgt für eine geringere Belastung des Bewegungsapparats. Wer sich also um eine gute Golftechnik bemüht, erreicht gleich zweierlei: Er verbessert seinen Score und schont den Stütz- und Bewegungsapparat des Körpers.

Beim Golfen steht zwar die Beweglichkeit der Wirbelsäule sowie der Schulter- und Hüftgelenke im Mittelpunkt - klassisches Krafttraining, wie etwa Gewichtheben, ist aber als Grundlage hilfreich in Bezug auf eine Verletzungsprophylaxe.

Es hört sich einfach an, wird aber von den meisten Golfern zu selten beachtet: Wichtig ist das Aufwärmen und Stretching vor dem Spiel. Nur rund jeder Fünfte nimmt sich dafür zehn Minuten oder mehr, wie Fachleute immer wieder empfehlen. Gute Spieler mit niedrigerem Handicap und Profis beherzigen den Rat häufiger. Wichtig und einfach umzusetzen ist auch der Tipp, schon vor der Runde ausreichend zu trinken und zu essen. Auch während des Spiels gilt, dass getrunken werden sollte, bevor ein Durstgefühl auftritt.

Rehabilitationssport

Zum Schluss eine weitere gute Nachricht: Auch im übertragenen Sinn ist Golfen ein »Herzsport« mit präventivem Charakter, denn es hat kardioprotektive, also das Herz schützende Effekte. Wer drei bis vier Stunden Golf pro Woche spielt, erzielt vergleichbare Effekte wie jemand, der etwa zweieinhalb bis drei Stunden walkt.

Und auch als Rehabilitationssport, beispielsweise nach einem Schlaganfall, ist Golf aufgrund der hohen Konzentrations- und Koordinationsanforderungen auf dem Vormarsch.

Aufwärmen vor dem Golfen

Viele Golfer wärmen sich vor dem Spiel gar nicht auf. Dabei empfehlen Experten gerade das - so auch Personal Trainer Nino Gräser. »Beim Golfschwung sind nahezu alle Gelenke und Hunderte von Muskeln involviert. Diese sollte man ganz gezielt auf Betriebstemperatur bringen und anschließend mobilisieren«, rät der Fachmann. Drei Vorteile des Aufwärmens seinen »das sinkende Verletzungsrisiko«, eine »gesteigerte Konstanz in der Bewegung und somit in den Schlägen« sowie »mehr Weite durch bessere Kraftübertragung«. In einem kostenfrei downloadbaren E-Book hat Gräser ein Basis-Aufwärmprogramm zusammengestellt, das in sieben Minuten absolvierbar ist. 

Zum E-Book: www.golfstun.de

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