Sonntag, 17.10.2021

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Parasiten: Misteln aus Bäumen regelmäßig entfernen

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Misteln gehen mit ihrem Wirt eine einseitige Partnerschaft ein. Foto: Andrea Warnecke (dpa)
Foto: Andrea Warnecke
Im Win­ter ge­hö­ren sie mitt­ler­wei­le zum ge­wohn­ten Bild: Mi­s­teln brei­ten sich in im­mer mehr Ba­um­kro­nen aus. Doch auch wenn sie noch so hübsch in kah­len Kro­nen aus­se­hen: Mi­s­teln sind Baum­pa­ra­si­ten, so­ge­nann­te Halb­schma­rot­zer.

Sie entziehen mit ihren Saugwurzeln dem Baum Wasser und Nährstoffe und können so zu einem echten Ärgernis gerade für Obstbauern werden.

Jährlicher Schnitt

Udo Jentzsch, Geschäftsführer des Landesverbands Sächsisches Obst in Dohna, rät daher zum jährlichen Schneiden der Bäume und damit zum konsequenten Entfernen der Misteln. Jörg Schuboth vom Naturschutzbund Deutschland betont auch die Notwendigkeit der Pflege der eigentlich pflegearmen Streuobstwiesen. »Wer solche befallenen Bäume hat, sollte etwas tun.« Hier seien die Eigentümer der Flächen in der Pflicht. Vor allem Apfelbäume seien oft von Misteln befallen.

Hobbygärtner sollten die Misteln im späten Winter und zeitigen Frühjahr aus den Gehölzen herausschneiden. Die Äste werden dabei so stark gestutzt, dass die befallenen Stellen wegfallen ebenso wie mindestens 30 bis 50 Zentimeter gesundes Holz, erklärt der Naturschutzbund Deutschland. Andere Methoden wie das Abschneiden nur der Misteln selbst oder das Abdecken mit schwarzer Folie hätten sich als nicht erfolgreich erwiesen.

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