Sonntag, 17.10.2021

Nun wird's schnittig

Rückschnitt: Bäume und Sträucher benötigen Pflege für neues Wachstum im Frühjahr

Kommentieren
1 Min.

Sie müssen sich anmelden um diese Funktionalität nutzen zu können.

Akkubetriebene Gartenhelfer sorgen für saubere Schnitte und ein kräfteschonendes Arbeiten.
Foto: djd/STIHL
Mit einem Rückschnitt ihrer Obstbäume schaffen Gartenbesitzer im Herbst die Basis für neues Wachstum und eine reiche Ernte in der kommenden Saison. Fotos: djd/STIHL
Foto: djd/STIHL
Wie al­le Pflan­zen be­nö­t­i­gen auch Bäu­me und Sträu­cher Pf­le­ge - und dan­ken mit neu­em Au­s­trieb. Ne­ben re­gel­mä­ß­i­gen Fas­son­schnit­ten, die wäh­rend der Sai­son aus op­ti­schen Grün­den er­fol­gen, ist all­jähr­lich ein star­ker Rück­schnitt wich­tig, um die Ge­sund­heit der Pflan­zen zu er­hal­ten.

Wenn die Wachstumsperiode vorüber ist und die Obsternte an den Bäumen im heimischen Garten beendet wurde, kommen Gehölzschneider und Säge zum Einsatz. Die Herbst- und Wintermonate sind der richtige Zeitraum für einen Rückschnitt - umso besser können Bäume und Sträucher im kommenden Frühjahr wieder austreiben.

Ab Oktober erlaubt

Wer seine Gehölze kräftig zurückschneiden will, muss sich bis mindestens Anfang Oktober gedulden: »Das Bundesnaturgesetz erlaubt umfassende Rückschnitte nur in den Monaten Oktober bis Februar. In der übrigen Zeit des Jahres geht der Schutz der heimischen Vogelwelt vor«, erläutert Experte Jens Gärtner. Um den Rückschnitt von Ziersträuchern wie Forsythie oder Rispenhortensie kann sich der Gartenbesitzer direkt im Herbst kümmern. Ein praktischer Vorteil: Wenn die Sträucher keine Blätter mehr haben, erleichtert das den Überblick beim Schneiden. Der Freizeitgärtner kann somit sein Werkzeug gezielter einsetzen. »Obstbäume können über die gesamte kalte Jahreszeit geschnitten werden - vorausgesetzt, es ist an den Schnitttagen frostfrei«, erklärt Gärtner weiter. So werden die Bäume während ihrer Winterruhe auf die neue Wachstumsphase vorbereitet, sie erzeugen im Frühjahr viele Blüten und damit eine reiche Obsternte.

Welches Werkzeug?

Bei dünnen Ästen genügt meist eine übliche Garten- oder Astschere, um den Rückschnitt vorzunehmen. Sind die Äste kräftiger, empfiehlt sich motorisierte Unterstützung. So lassen sich Schnittarbeiten, die sonst anstrengend und langwierig sind, mit einen Akku-Gehölzschneider schnell und mühelos bewältigen.

Geht es um Arbeiten in der Baumkrone, sollte man auf einen Hochentaster zurückgreifen. Mit einer solchen »Motorsäge am Stiel« können problemlos Äste und Zweige in mehreren Metern Höhe gekappt werden, ohne dabei auf den festen Stand am Boden verzichten zu müssen.

Noch ein Tipp für Gartenbesitzer: Im Häcksler zerkleinert, lässt sich das Schnittgut von Bäumen und Sträuchern anschließend im eigenen Garten weiternutzen, zum Beispiel als Auflage, die Blumenbeete vor Frost schützt. Damit schließt sich der Kreislauf der Natur auf ideale Weise.

Hintergrund

» Das Bundesnaturgesetz erlaubt umfassende Rückschnitte nur in den Monaten Oktober bis Februar. In der übrigen Zeit des Jahres geht der Schutz der heimischen Vogelwelt vor. «

Jens Gärtner,Garten-Experte

Kommentare

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden

Artikel einbinden
Sie möchten diesen Artikel in Ihre eigene Webseite integrieren?
Mit diesem Modul haben Sie die Möglichkeit dazu – ganz einfach und kostenlos!