Sonntag, 17.10.2021

Kur für den Gartenteich

Überwinterung: So kommt das heimische Biotop sicher durch die kalte Jahreszeit - Laub abfischen, Sauerstoffzufuhr überprüfen und Technik reinigen

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Der Gartenteich im Winter ist ein schöner Blickfang, aber auch in der kalten Jahreszeit muss das Biotop in seinem Gleichgewicht gehalten werden. Foto: djd/Söchting Biotechnik/Andrea - stock.adobe.com
Foto: Andrea - stock.adobe.com
Wenn sich die Blät­ter or­an­ge, rot und gelb fär­ben und von Bäu­men so­wie Sträu­chern rie­seln, ist es höchs­te Zeit, den Gar­ten­teich auf die na­hen­de kal­te Jah­res­zeit vor­zu­be­rei­ten. Ein über das feuch­te Ele­ment ge­spann­tes Netz ver­hin­dert da­bei et­wa ei­nen über­mä­ß­i­gen Lau­bein­trag in das Teich­was­ser.

Wer möchte, kann die Blätter und abgestorbenen Pflanzenteile auch regelmäßig mit einem Kescher abfischen. Sinkt das Laub auf den Teichgrund, vermodert es dort langsam, und es werden Faulgase freigesetzt, die das Wasser belasten und den Sauerstoffgehalt verringern. Diese Atemluft brauchen die Wasserbewohner aber dringend, um gut durch den Winter zu kommen.

Sauerstoffzufuhr

Deshalb müssen Teichbesitzer auch unter der geschlossenen Eisdecke für eine ausreichende Sauerstoffzufuhr sorgen. Niemals sollten Teichfreunde jedoch ein Loch in die Eisdecke schlagen, denn durch die Schläge entstehen Druckwellen im Wasser, die die Schwimmblasen der Fische dauerhaft schädigen und sogar zu deren Tod führen können.

Beim Rückschnitt der Teichpflanzen können Schilf, Zypergras oder Binsen auch etwa 20 Zentimeter über der Wasseroberfläche stehen bleiben, denn dies sorgt wie bei Strohhalmen für eine bessere Belüftung des Teichs.

Technik pflegen

Nicht frostfreie Teichtechnik sollten Hobbygärtner aus dem Wasser holen, reinigen und auf Beschädigungen überprüfen. Anschließend werden Teichpumpen am besten in einem Eimer mit Wasser aufbewahrt, damit die Dichtungen feucht bleiben und nicht rissig werden.

An einem hellen Ort im Keller überwintern auch frostempfindliche Teichpflanzen wie Wasserhyazinthen oder Lotusblumen, die in ihren Körben ebenfalls in Wassereimer gestellt werden.

Haben sich am Teichboden mehrere Zentimeter hohe Ablagerungen gebildet, sollten diese mit einem Teichschlammsauger entfernt und als Dünger für die Gartenbeete verwendet werden. Ab rund 10 Grad Celsius hören die Fische komplett auf zu fressen, fahren ihren Stoffwechsel herunter und leben nur von ihren Körperreserven. Daher bringt es auch nichts, sie bei niedrigen Temperaturen zu füttern. Das Futter wird nicht gefressen, sinkt zu Boden und setzt dort ebenfalls Fäulnisgase frei.

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