Seit über 30 Jahren dabei

Organisation: Dieter Daus ist von Seiten der Stadt für die Festwoche zuständig

Lohr a.Main
2 Min.

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Der Geschäftsleitende Beamte heute: unterwegs zur Festwoche mit seinem »berüchtigten« Köfferchen.
Foto: Gabi Nätscher
Dieter Daus' Lieblingsfahrzeugim Karussell war eine Rakete.
Foto: Familie Daus
Ein ganz be­son­de­res Ver­hält­nis zur Loh­rer Spess­art­fest­wo­che hat der Hauptamts­lei­ter der Stadt Lohr Die­ter Daus. Seit nun­mehr über drei­ßig Jah­ren ist er für die Or­ga­ni­sa­ti­on zu­stän­dig.

Aber angefangen hat die Liebe zur Festwoche eigentlich schon vor seiner Geburt, denn Ende der 50er Jahre lernten sich dort seine Eltern kennen. Schon als Kind verbrachte er viel Zeit auf dem Lohrer Festplatz - natürlich am liebsten mit den Fahrgeschäften. Zahlreiche Fotos im Familienalbum beweisen das.

Gut organisiertes Fest

Beruflich ging es genauso weiter: 1988 kam der 26-Jährige in die damalige Abteilung »Öffentliche Sicherheit und Ordnung« der Stadt Lohr und war dort unter anderem gleich für die Festwoche zuständig. »Ich habe damals ein gut organisiertes Fest übernommen«, erinnert er sich. Als Daus später als Geschäftsleitender Beamter ins Vorzimmer des Bürgermeisters wanderte, zog »die Festwoche« mit ihm mit. Gerne erinnert er sich zum Beispiel an die legendären »Miss-Wahlen«, die es seit 1978 schon gegeben hatte. »Gleich in meinem ersten Jahr 1988 hatten sich zu wenige Damen gemeldet. Die Jurymitglieder schickten dann mich - den Neuling in der Runde - durchs Festzelt, um doch noch genügend Bewerberinnen zu finden. Bis 22 Uhr hatten wir dann immerhin neun Teilnehmerinnen zusammen bekommen und die Misswahl konnte starten«, erzählt Daus. Ab 1991 wurden stattdessen Gratisverlosungen von Urlaubsreisen ins Programm aufgenommen. Hier hat Dieter Daus eine besondere Anekdote parat (siehe gegenüberliegende Seite). Ab 2003 gab es wieder die Misswahlen - jetzt in neuem, anspruchsvollerem Format unter Beteiligung der Miss Germany Corporation. So konnten die Bestplatzierten an den Wahlen zu Miss Bayern und bei Erfolg bis hin zur Miss Germany teilnehmen. 2014 endete diese Ära und Daus präsentierte unter großem Arbeitsaufwand zusammen mit seiner Sekretärin Showabende. Der große finanzielle und organisatorische Aufwand habe sich aber nicht dauerhaft bewährt, so seien nach drei Jahren auch die Showabende nicht mehr ins Programm genommen worden, so Daus.

Auch privat wurde natürlich der »Festwochenorganisator« gekannt und so kam es nach der Geburt seines Sohnes Maximilian wenige Wochen vor einer Festwoche dazu, dass besonders die Sendelbacher annahmen, das Kind würde im Festzelt beim Gottesdienst getauft werden. »Das war natürlich nicht der Fall. Unser Sohn wurde in der Sendelbacher Pfarrkirche getauft«, so Daus dazu. Ebenfalls »gefrotzelt« wurde (und wird vielleicht immer noch) über Daus, wenn er mit seinem silbernen Köfferchen, das noch aus seinen Studienzeiten stammt, über die Alte Mainbrücke zur Festwoche marschiert. Voll mit Biermarken sei der Koffer, werde gemunkelt. »Dabei habe ich immer so viel Papierkram, zum Beispiel Gutscheine für die Ehrengäste oder den Seniorennachmittag, dass mir der Koffer gute Dienste leistet«, erklärt Daus. Aber über den »Running Gag« kann er auch selbst herzhaft lachen.

325 Festtage

Vier Bürgermeister hat Daus in seiner Amtszeit erlebt: Gerd Graf, Siegfried Selinger, Ernst Prüße und jetzt Mario Paul.

Neu in Daus' Amtszeit war auch der Festwochenexpress eingerichtet worden. »Das war eine Aktion des Bund Naturschutz gewesen, aber die haben bei mir offene Türen eingerannt«, sagt Daus dazu (siehe auch die Anekdote auf der gegenüberliegenden Seite).

So kommen bei Dieter Daus bis 2019 ganze 325 Festtage zusammen, die er auf der Festwoche verbracht hat. Im Gegensatz zu anderen Festen ist die Lohrer Spessartfestwoche weiterhin ein Zugpferd geblieben, das viele Besucher aus nah und fern anlockt. »Ich hoffe sehr, dass sich diese Erfolgsgeschichte auch in Zukunft fortsetzt«, wünscht sich Daus.«

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