Als Selinger ein Fässchen gewann

Brauerei wollte sich verlagern - Erinnerungen an Bierprobe vor 25 Jahren auf dem Stumpf-Hof

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Vor 25 Jahren bei der Festbierprobe auf dem Hof der Brauerei Stumpf stießen Städtische und Ehrengäste mit Führungskräften der Brauerei und der Festwirtsfamilie auf das Gelingen der 52. Lohrer Spessartfestwoche an. Das Archiv-Bild zeigt nach dem Anzapfen von links: Landrat Armin Grein, Festwirtin Jutta Widmann, Bürgermeister Siegfried Selinger, Festwirt Franz Widmann, Brauereichefin Petra Stumpf-Mecklinger, Braumeister Hermann Distler, Brauerei-Geschäftsführer Klaus Müller und die Mitgesellschafterin Daniela Stumpf.
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Die Maß Bier kos­te­te bei der Fest­wo­che vor 25 Jah­ren 7,80 Mark, 20 Pfen­nig mehr als 1996. Und die Loh­rer Braue­rei steck­te noch vol­ler Plä­ne für die Zu­kunft.

»Die Brauerei Stumpf GmbH & Co. KG wird möglichst bald einen Teil ihres Betriebs aus der Innenstadt ins Industrie- und Gewerbegebiet Lohr-Süd verlegen. Die Herstellerin des Lohrer Biers erwirbt dort an der Bürgermeister-Dr.-Nebel-Straße ein rund 15 000 Quadratmeter großes Gelände, auf das sie ihr Bierlager und die Auslieferung auslagern will«, berichtete das Lohrer Echo.

Dies kündigte die Gesellschafterin Petra Stumpf-Mecklinger bei der traditionellen Probe des Festbiers für die Lohrer Spessartfestwoche an. »Wir platzen aus allen Nähten«, erklärte die Geschäftsführerin damals. Die Entwicklung der Brauerei verlief bekanntlich später völlig anders.

Brauerei-Verkaufsleiter Peter Henseler hatte 1997 einen Wissenstest für die Freibiergesichter vorbereitet. Wer Erfolg haben wollte, musste wissen, dass Franz Widmann 1997 zum ersten Mal Festwirt in Lohr ist. Er hatte richtig anzukreuzen, ob die Brauerei Stumpf unter der Dachmarke Lohrer Bier sieben, neun oder elf Produkte liefert und er musste fünf Lohrer Bier-Sorten die korrekten Einführungsjahre zuordnen, angefangen vom Urtyp 1978 bis zum Lohrer Kir 1997. Letzteres hatte der Landrat in Gemünden genossen und war hinterher ganz »bekirrt«.

Die Stadtverwaltung hatte sich auf den Wettbewerb offenbar sehr intensiv vorbereitet. Jedenfalls lieferte sie die meisten richtigen Antworten. Die Städtischen waren so gut, dass die Sachpreisgewinner ausgelost werden mussten. Der sonst nicht vom Preis- und Losglück verwöhnte 1. Bürgermeister Siegfried Selinger sicherte sich als Sieger ein 15-Liter-Fässchen Bier samt Zapfanlage. Die spontanen Reaktionen reichten von »Schiebung« (der Zwischenrufer war nicht CSU-Stadtrat Reinhold Lachmann) bis zu Hans Michelbachs Vorwurf an den Ex-Schulmeister: »Du hast gespickt«.

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