Donnerstag, 06.05.2021

Vom Heizen mit Pellets

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Pellets
Wer mit Holzpellets heizt, braucht einen Lagerraum. In der Regel werden die Presslinge mit Saugleitungen in den Tagesbehälter des Pelletkessels befördert
Foto: Paradigma/txn
Lagern, saugen, puffern: Staatliche Zuschüsse für den Austausch alter Heizsysteme

Das Heizen mit Holz gilt als umweltschonend, weil es nahezu CO2-neutral ist. Es sind aber längst nicht nur Kamin- und Kachelöfen, in denen der nachwachsende Brennstoff für Wärme sorgt. Immer beliebter sind Pellet-Zentralheizungen, deren Kauf und Einbau vom Staat finanziell gefördert wird.

Worauf sollten Eigenheimbesitzer achten, die über den Einsatz des ökologischen Heizsystems nachdenken?

Lagerraum: Um Pellets nutzen zu können, muss der Brennstoff gelagert werden. Für den Jahresbedarf wird dabei etwas mehr Raum benötigt als für eine Ölheizung, denn zwei Kilogramm Pellets ersetzen etwa ein Liter Heizöl.

Frank Ebisch vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) kennt die Faustformel: »Pro Kilowatt Heizlast wird ein Kubikmeter Lagerraum benötigt.«

Saugsystem: Um die Pellets aus dem Lager in den Brenner zu befördern, stehen verschiedene Methoden zur Verfügung. Mit Saugleitungen lassen sich bis zu 20 Meter überwinden. Für kürzere Distanzen kann auch die sogenannte Schneckenförderung eingesetzt werden. Sogar die Befüllung des Tages-Vorratsbehälters mit Pellets als Sackware ist möglich.

Pufferspeicher: Eine Pelletheizung schaltet nicht abrupt ab, da immer erst die restlichen Pellets im Kessel verbrennen. Deswegen empfiehlt sich die Kombination mit einem Pufferspeicher, der die Überschusswärme aufnimmt und gleichzeitig den ineffizienten Teillastbetrieb des Kessels vermeidet.

Fördermittel: Der Staat beteiligt sich an den Gesamtkosten mit 35 Prozent. Wenn in Bestandsgebäuden von Öl auf Pellets umgestellt wird, gibt es sogar 45 Prozent Zuschuss.

Beratung: Eine Pelletheizung muss exakt und individuell geplant werden. Die Beratung durch den Heizungsfachmann vor Ort ist deswegen unerlässlich. Die Profis kennen sich nicht nur mit Förderrichtlinien aus, sondern berücksichtigen die individuellen Verhältnisse vor Ort und prüfen auch, ob der Lagerplatz oder die Kombination mit Solarthermie oder Wärmepumpe sinnvoll ist.

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