Donnerstag, 06.05.2021

Sonnenwärme ohne Grenzen

Solarthermie: Ganzjährige und effiziente Wärmeversorgung - Mit nahezu jeder Wärmequelle kombinierbar

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Die Solarthermie passt sich durch ihre hohe Flexibilität an nahezu alle denkbaren baulichen Gegebenheiten an, kann mit jedem Wärmeerzeuger kombiniert werden und eignet sich sowohl für den Neubau als auch die Nachrüstung. Foto: djd/BDH
Foto: djd/BDH
Die ganzjährige Wärmeversorgung eines Ein- oder Mehrfamilienhauses nur mithilfe der Sonne ist machbar - dank der Solarthermie. Eine solarthermische Anlage auf dem Dach fängt die Energie der Sonne ein, der hauseigene Wärmespeicher sammelt sie und eine effektive Gebäudedämmung sorgt dafür, dass keine Wärme verloren geht. Foto: djd/BDH
Foto: djd/BDH
Es gibt zahl­rei­che ver­füg­ba­re Wär­me­qu­el­len auf der Er­de - aber auf die Wär­me, die uns die Son­ne spen­det, sind wir täg­lich an­ge­wie­sen. Um­ge­kehrt ist es je­doch mög­lich, nur mit­hil­fe der Son­ne kom­p­lett un­ab­hän­gig von al­len an­de­ren Wär­me­er­zeu­gern zu wer­den.

Dabei handelt es sich keinesfalls um visionäre Gedankenspiele: Schon Ende der 1980er-Jahre bewies das erste »Sonnenhaus« im schweizerischen Oberburg, dass es technisch umsetzbar ist, ein Wohnhaus ganzjährig nur mit Sonnenwärme zu beheizen.

Technik mit Vorteilen

Mittlerweile existieren Tausende solcher Sonnenhäuser - und allein in Deutschland kamen 2017 etwa 600 neue hinzu. Das Sonnenhaus-Prinzip ist dabei so einfach wie genial: 50 bis 100 Prozent des Heizenergiebedarfs eines Hauses - abhängig von den Vorstellungen des Bauherrn - werden mithilfe einer entsprechend dimensionierten Solarwärmeanlage auf dem Hausdach gewonnen.

Zur optimalen Sonnenernte sollte die Kollektorfläche nicht zu flach und zudem nach Süden geneigt sein. Nicht direkt genutzte Wärmeenergie verwahrt ein Wärmespeicher für die Beheizung an sonnenarmen Tagen. Zudem reduziert eine leistungsstarke Wärmedämmung den Energiebedarf des Gebäudes auf ein Minimum.

Maximale Nachhaltigkeit

Falls nötig, wird die Solarthermieanlage mit einem weiteren - meist regenerativen - Wärmeerzeuger unterstützt, um die sonnenarmen Monate zu überbrücken. Dabei ist die Solarthermie-Technologie mit nahezu jeder denkbaren Wärmequelle kombinierbar.

Die Vorteile einer Wärmeversorgung nur durch die Sonne liegen klar auf der Hand: Maximale Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit, CO2-Neutralität, Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen und deren schwankenden Preisen und die freie sowie kostenlose Verfügbarkeit der Sonnenwärme.

Nachrüstung möglich

Auch Verbraucher, die ihre alte Heizungsanlage effizienter machen oder auf grüne, energiesparsame Wärmeerzeugung setzen wollen, können von der Technologie eines Sonnenhauses profitieren. Die Solarthermie passt sich durch ihre hohe Flexibilität an nahezu alle denkbaren baulichen Gegebenheiten an und kann mit jedem Wärmeerzeuger kombiniert werden. Sie eignet sich damit für den Neubau genauso wie für die Nachrüstung.

Hintergrund

Die ganzjährige Wärmeversorgung eines Ein- oder Mehrfamilienhauses nur mithilfe der Sonne ist machbar - dank der Solarthermie. Foto:

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Auch bei Schnee: Die Solarthermie passt sich nahezu allen baulichen Gegebenheiten an, kann mit Wärmeerzeugern kombiniert werden und eignet sich für den Neubau sowie die Nachrüstung. Foto:

Zuschuss für Einbau

Eine solarthermische Anlage auf dem Dach fängt die stets verfügbare und immer kostenlose Energie der Sonne ein, der hauseigene Wärmespeicher sammelt sie und eine effektive Gebäudedämmung sorgt dafür, dass keine Wärme verloren geht. Dieses Sonnenhaus-Prinzip ist eine wahre Meisterleistung in Sachen Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Autarkie.

Auch der Staat fördert den Einbau einer solarthermischen Anlage im Rahmen des sogenannten Marktanreizprogramms (MAP). Seit Januar 2018 gilt hier der Leitsatz »Erst beantragen, dann beauftragen!«, der Bauherr muss also vor Umsetzung der Baumaßnahme den Antrag auf Förderung beim Staat stellen. ()

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