Dienstag, 22.06.2021

Biergartengenuss mehr denn je

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Freude auf geselliges Beisammensein: Zwei Biergartenbesucher stoßen mit einem Bier an.
Freude auf geselliges Beisammensein: Zwei Biergartenbesucher stoßen mit einem Bier an.
Foto: Tom Weller (dpa)
Während des lang anhaltenden Lockdowns haben beinahe 90 Prozent der Menschen in Deutschland den Besuch in Gaststätten, Restaurants und Biergärten vermisst. Besonders das Zusammensein mit Familie und Freunden in der Gastronomie fehlt den Befragten.

Nach der langen Zeit des Verzichts auf Biergenuss vom Fass freuen sich 54 Prozent auf ein frisch gezapftes Pils, beispielsweise im Biergarten. Das ergibt eine aktuelle Dimap-Umfrage im Auftrag einer deutschen Brauerei. Die Befragung zeigt einmal mehr, welche Bedeutung das kommunikative Miteinander in der Gastronomie für die Menschen hat. Und dass etwa ein Biergartenbesuch zu einem wichtigen Bestandteil sommerlicher Lebensqualität in Deutschland geworden ist.

Willkommene Treffpunkte

Die Lust am Biertrinken im Freien lässt sich auch in Daten und Fakten festmachen. »Die Zahl der Biergärten in Deutschland dürfte sich seit der Jahrtausendwende in etwa verdreifacht haben«, schätzt Ulrich Biene, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei einer deutschen Brauerei. Beliebt sind kreative Freisitze mitten in der City oder Bankreihen unter Schatten bringenden Bäumen – allesamt willkommene Treffpunkte zum entspannten Verweilen.

»Ein kühles Pils nach einem heißen Tag – so entspannt können Einheimische und Touristen den Sommer in der Stadt genießen«, schwärmt Biene. Der Experte ist zuversichtlich, dass sich an den Lebensgewohnheiten der Menschen durch die Pandemie nichts Grundsätzliches ändern wird.

Gut gefüllte Biergärten haben in den vergangenen Tagen gezeigt, dass bei vielen Menschen die Vorfreude auf geselliges Beisammensein groß war und ist.

Ursprung liegt in Bayern

Und wer hat's erfunden? Ihren Ursprung haben die Biergärten »natürlich« in München. Hier sind die größten, ältesten und auch die meisten von ihnen angesiedelt. Im 16. Jahrhundert legte die bayerische Brauordnung fest, dass Bier nur zwischen Ende September und Ende April gebraut werden dürfe. Einen Sommer ohne den Gerstensaft konnten sich die Menschen aber schon damals nicht vorstellen.

Um das im März und April gebraute Bier den Sommer über in kühler Umgebung lagern zu können, legten die Brauer also einen Bierkeller an. Zum Schutz vor der Sonne wurden Schatten spendende Bäume angepflanzt, unter denen irgendwann das ausgeschenkte Bier getrunken wurde: Der Biergarten war geboren.

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