Freitag, 30.10.2020
75 Jahre Main-echo Main-Echo Startseite

Trend zur kleinen Rumpelkammer

Möbel:Wie sie beim Aufräumen helfen -Viel Stauraum - Unordnung verstecken

Kommentieren
2 Min.

Sie müssen sich anmelden um diese Funktionalität nutzen zu können.

Sideboards als Raumtrenner und zusätzlicher Stauraum liegen im Trend. Foto: Walter Knoll (dpa)
Foto: Walter Knoll
Begehbare Kleiderschränke sind das klassische Stauraum-Wunder. Foto: Simone A. Mayer (dpa)
Foto: SIMONE A. MAYER
Trend zur kleinen Rumpelkammer: Wie Möbel beim Aufräumen helfen
Hinter einem Paravent verschwindet schnell eine unaufgeräumte Ecke. Außerdem lässt er sich dank seiner Haken auf der Rückseite als mobile Garderobe nutzen. Fotos: Franziska Gabbert (dpa)
Foto: Franziska Gabbert (dpa-tmn)
Trend zur kleinen Rumpelkammer: Wie Möbel beim Aufräumen helfen
Aus den Augen, aus dem Sinn: Beistelltische mit verschiebbaren Deckeln bieten Stauraum. Fotos: Franziska Gabbert (dpa)
Foto: Franziska Gabbert (dpa-tmn)
Wie wä­re es, wenn man nicht mehr aufräu­men müss­te und Möb­el das all­täg­li­che Cha­os, das mal an­fällt, ein­fach schlu­cken wür­den? An die­ser Stel­le sol­len kei­ne fal­schen Er­war­tun­gen ge­weckt wer­den, da­her muss man gleich sa­gen: Möb­el kön­nen das Aufräu­men all je­nen nicht ab­neh­men, die ger­ne or­dent­lich le­ben.

Aber auf der Kölner Möbelmesse IMM Cologne gab es im Januar viele pfiffige Entwürfe zu sehen, die bei Bedarf schnell Stauraum bieten oder einfach die Unordnung hinter einer Schranktür verschwinden lassen.

Wie wäre es also, die Spüle voll mit dreckigem Geschirr einfach unter einer Schiebeplatte verschwinden zu lassen, bis man Zeit für die Reinigung hat? Oder der Papierstapel auf dem Esstisch wird schnell unter die Tischplatte gesteckt und das unordentliche Regal mit einer Schiebetür verdeckt. Oder die Garderobe hängt gleich an einem Paravent - dem Versteckmöbel schlechthin.

Kleine Räume nutzen

Solche Ideen sind nicht gänzlich neu. Aber die Firmen bringen aktuell vermehrt Stauraumlösungen wie diese heraus. Die Gründe dafür sind vielfältig. So werden einerseits Wohnungen tendenziell kleiner, da vielerorts die Mieten teurer werden - und kleiner Raum muss so gut wie möglich ausgenutzt werden.

Andererseits gebe es eine Sehnsucht, zu entschleunigen, sagt der Trendanalyst Frank A. Reinhardt: »Wenn man einen hektischen Alltag hat, will man zu Hause ein aufgeräumtes Umfeld.« IMM-Sprecher Markus Majerus ergänzt: »Vor allem in der Küche gibt es einen Trend zur Aufgeräumtheit. Hier verschwindet alles, was an Arbeit erinnert, bei Bedarf hinter Schrank- und Schiebetüren.«

Platz für Krimskrams

Die Stauraum-Überraschungen der Saison sind Kleinmöbel - man sieht es vielen auf den ersten Blick nicht mal an, dass sie Platz für Krimskrams bieten, insbesondere den Beistelltischen. So fanden sich in Köln an vielen Ständen Modelle, deren Tischplatten recht hoch sind. In Wahrheit sind es aber hohle Rechtecke oder Zylinder mit verschiebbaren Deckeln. Auch kleine Ess- und Schreibtische bieten Platz unter ihrer hochklappbaren Platte. Und Hocker haben Löcher und Mulden, in die zum Beispiel das Buch, das man eben noch in der Hand hatte, beim Aufstehen schnell weggepackt werden kann.

Begehbarer Schrank

Erwähnen muss man auch das klassische Stauraumwunder Nummer eins: den begehbaren Kleiderschrank. Er ist Standard im Programm der Hersteller von Schlafzimmereinrichtungen. »Tür zu, und es ist aufgeräumt - das ist perfekt«, urteilt Trendanalyst Reinhardt. Damit einher gehen die neuen Einrichtungsideen für die Küche: Ähnlich wie bei den mächtigen Schränken verschwinden komplette Arbeitsbereiche hinter Klappen, Schiebetüren sowie ausfahrbaren Elementen.

Daneben erlebt das Sideboard derzeit geradezu einen Hype - kaum ein Hersteller mit Stauraum- und Regellösungen, der nicht ein solches Möbel in Köln zeigte. Manche Sideboards ziehen sich über die ganze Raumlänge. Häufig zu sehen sind auf ganzer Regalbreite flexible Schiebeelemente, die sich vor sonst offene Elemente stellen lassen, in denen gerade zum Beispiel der Rechnungsstapel liegt.

Das Sideboard kommt jedoch nicht nur wieder so oft in die Möbelhäuser, weil man unbedingt mehr Regalmeter im Ess- und Wohnzimmer braucht. Es hat einerseits schon in den vergangenen Jahren nach und nach die massigen Wohnzimmer- und TV-Wände ersetzt, da eine luftigere Optik eher den Geschmack der Zeit trifft. Andererseits sind Sideboards gestalterisch eine optimale Lösung, um im offenen Wohnraum den Küchen- optisch mit dem Wohnbereich zu verbinden. Es ist quasi das alte Küchenbuffet, nur dass es nun dank seiner Länge die Grenze zum Wohnzimmer überschreitet.

Kommentare

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden

Artikel einbinden
Sie möchten diesen Artikel in Ihre eigene Webseite integrieren?
Mit diesem Modul haben Sie die Möglichkeit dazu – ganz einfach und kostenlos!