Mittwoch, 21.10.2020
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Traumbad: Mit neuen Farben zur Wellness-Oase

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Öfter mal was Neues: Das Badezimmer soll wandelbarer sein
Zum Themendienst-Bericht von Simone A. Mayer (Text) und Andrea Warnecke (Foto) vom 11. März 2019: Auch knallige Farben kommen ins Spiel, wie zum Beispiel diese rote Badewanne von Villeroy & Boch. Foto: Andrea Trend im Bad: Knallige Farben, wie zum Beispiel diese rote Badewanne. Foto: Andrea Warnecke (dpa)
Foto: Andrea Warnecke (dpa-tmn)
Öfter mal was Neues: Das Badezimmer soll wandelbarer sein
Strahlende Farben als Akzent zu Schwarz: Gelbe Schränke schmücken dieses Badezimmer. Foto: Andrea Warnecke (dpa)
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Öfter mal was Neues: Das Badezimmer soll wandelbarer sein
Statt üblichem Chrom immer häufiger zu sehen: goldene Wasserhähne, hier ein Beispiel in Rotgold. Foto: Andrea Warnecke (dpa)
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Die Wanne ist rot, das Waschbecken blau – die Badezimmer werden farblich vielfältiger. Weiß soll verschwinden, der Raum sich zudem häufiger verändern lassen. Auf der Messe ISH im März zeigte sich: Die Bad-Branche hat ihr Angebot ausgebaut.

Pastellfarbene Waschbecken, schwarze Badewannen, variable Wandplatten: Das moderne Badezimmer soll bunter und flexibler werden. Das jedenfalls versprechen die Neuheiten der Messe ISH in Frankfurt. Auf dieser Weltleitschau für Badezimmer-Trends zeigte die Sanitärbranche ihre Innovationen. Wichtigster Punkt für Jens J. Wischmann, Geschäftsführer der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft: »Das Bad wird individueller und modischer, es wird häufiger etwas verändert.«

Die wichtigste Voraussetzung dafür: Neue Badezimmer werden nun so angelegt, dass Teile des Raums sich künftig einfacher neugestalten lassen. Dafür wird zum Beispiel auf das komplette Fliesen der Wände verzichtet. Die notwendigen Stellen werden mit Spritzwasserschutz versehen. Der Rest kann nach Lust und Laune tapeziert oder überstrichen werden.

Bad in Eigenregie renovieren

Auch bestehende Bäder können ohne größere Abrissarbeiten verändert werden. »Gerade bei Teilrenovierungen im Bad werden nun Wandverkleidungsplatten genutzt«, erklärt Dennis Jäger, Chefredakteur der Fachzeitschrift »SBZ Sanitär.Heizung.Klima«. Diese Platten lassen sich vor den bestehenden Fliesenspiegel setzen und beschleunigen die Renovierung enorm. Außerdem gibt es dafür vielfältigere Gestaltungsoptionen, etwa mit fotorealistischen Drucken.

Trendthema Farbe

Für die Wände und – das ist besonders – auch für die Keramiken wie Waschbecken, Toilettenschüssel und Badewanne kommen neue Farben ins Spiel. Dies ist »das Trendthema der diesjährigen ISH« für den Branchensprecher Wischmann. Bei Villeroy & Boch ist die Toilette zum Beispiel türkis, und die Badewanne trägt ein kräftiges Rot. Die Firma Bette zeigt in der Trendausstellung der Messe eine Wanne in Pastellblau. Ergänzend dazu setzt Zehnder auf einen Heizkörper in Rosa. Auch die Badmöbel sind bei vielen Herstellern deutlich farbiger geworden. Die meisten Firmen setzen grundsätzlich auf dezentes Grau, Schwarz sowie Pastell- und Brauntöne.

Sogar Toiletten werden komplett in dunkle Töne getaucht. Viele Badewannen und Waschbecken sind mindestens außen, teils aber auch durchgängig schwarz. »Sie wundern sich vielleicht darüber«, sagte Frank A. Reinhardt in einem Vortrag zur Trendfarbe Schwarz fürs Bad. Der Trendforscher hat eine Sonderausstellung zu den Entwicklungen für die Messe kuratiert. Seine Erklärung: »Schwarz wirkt immer sehr hochwertig.«

Selbst bei den Armaturen war Schwarz ein großes Thema der Messe, kaum ein Hersteller kommt daran vorbei. Außerdem finden sich häufig goldene Wasserhähne statt dem üblichen Chrom. Zudem setzen rote, grüne und blaue Produkte Akzente hin zu einem bunteren Badezimmer. Sie lassen sich quasi wie ein Accessoire austauschen.

Schon vor zwei Jahren sprach die Branche auf der letzten ISH vom Farb-Wechsel im Bad – weg von reinem Weiß, hin zu Creme, Grau und Braun. In den Ausstellungsräumen vieler Badausstatter hat sich das bereits durchgesetzt. Nun werden die ersten strahlenden Farben für Toilette, Wanne und Waschbecken folgen. Branchenkenner und SBZ-Chefredakteur Jäger erwartet, dass der langsame Farbwechsel in den nächsten drei bis fünf Jahren abgeschlossen sein wird. »Ich glaube, die Menschen haben sich ein Stück weit an Weiß sattgesehen.«

Wird Grau das neue Weiß?

Dass sich Farbe im Badezimmer nur langsam durchsetzt, liegt in der Langlebigkeit der Einrichtung und der Renovierungskosten dieses Raums – anders als etwa neue Kleider- und Sofatrends. Das Alter der nicht renovierten Badezimmer liegt laut Branchenangaben im Schnitt bei 20 Jahren.

Welche Farbe wird sich wohl am meisten durchsetzen – Rot, Grün, Rosa? Trendforscher Reinhardt hat einen klaren Favoriten: »Grau hat die Chance, das neue Weiß zu werden.« Alle weiteren Farben werden die akzentuierenden Begleiter sein. dpa

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