Samstag, 17.11.2018
Autowinter

Autowinter

Es ist gar nicht so schwer, die wichtigsten Punkte für den Winter-Check zu überblicken. Bereits der Herbst bringt die ersten Herausforderungen für die Autofahrer mit sich. Hier finden Sie Ratschläge um allzeit sicher anzukommen und die wichtigsten Tipps beim Kauf neuer Winterreifen.

Top-Firmen stellen sich vor

Licht, Sicht, Tempo - Tücken des Herbstes für Autofahrer

Buntes Laub, zarte Nebelschwaden, die letzten warmen Sonnenstrahlen: Der Herbst hat schöne Seiten. Doch für Autofahrer bringt er einige Herausforderungen mit sich: etwa glatte Straßen, frühe Dunkelheit sowie schlechte Sicht. Worauf es ankommt, damit Sie sicher ankommen. Der Tüv Süd rät:

- Geschwindigkeit runter: Das gilt bei nassem Laub oder nasser Erde, die nach der Ernte auf der Straße landet. Denn die Reifen haben, ähnlich wie bei einer schneebedeckten Fahrbahn, dann nur noch etwa ein Fünftel der Haftung – im Vergleich zu trockenem Asphalt. Unterhalb von drei Grad müssen Fahrer gerade bei trockener Witterung mit Glätte rechnen – besonders auf Brücken, Waldschneisen und Straßeneinschnitten. Übrigens: Bei Nebel mit einer Sichtweite unter 50 Metern gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern.

- Freie Sicht: Dafür sollten Autofahrer ihre Scheibenwischer gründlich reinigen. Ist die Scheibe dann trotzdem nicht streifenfrei, sollten sie die Wischblätter ganz austauschen. Denn gerade nach einer längeren Trockenperiode kann durch Regen, Staub und Schmutz ein Schmierfilm entstehen. In Kombination mit Dunkelheit, die im Herbst früh eintritt, ist das Fahren dann besonders anstrengend.

- Licht an: Auch tagsüber raten die Experten, mit Licht zu fahren. Bei modernen Autos mit Tagfahrlicht sollten Fahrer daran denken, rechtzeitig zum vollen Licht zu wechseln. Wer bei Nebel weniger als 50 Meter sehen kann, darf die Nebelschlussleuchte einschalten – und zwar nur dann. Der Nebelscheinwerfer darf hingegen auch bei Sichtbehinderung durch starken Regen oder Schnellfall leuchten.


Neue Winterreifen - Auf Herstellungsdatum von neuen Winterreifen achten

Beim Kauf von neuen Winterreifen achten Käufer besser auch aufs Reifenalter. Denn älter als drei Jahre sollten die Pneus nicht sein, rät der ADAC. Speziell beim Onlinekauf sollten Kunden bei der Auftragserteilung darauf hinweisen. Ähnlich sehen das auch Gerichte, teilt der Autoclub mit. Eine allgemein gültige Rechtsvorschrift oder ein Mindesthaltbarkeitsdatum gebe es aber nicht. Frischer Reifengummi hatte bei Tests des Autoclubs die beste Haftung.

Wann der Reifen hergestellt wurde, lässt sich an einem vierstelligen Zahlencode meist in einem Oval am Ende der DOT-Nummer an der Reifenflanke erkennen. Die ersten zwei Ziffern nennen die Woche, die letzten zwei Ziffern das Herstellungsjahr.

Bei der Wahl von Winterreifen rät der ADAC, sich an eigenen Schwerpunkten im Fahrprofil zu orientieren, beispielsweise eher starke Haftung auf Eis und Schnee oder etwa der Wunsch nach weniger Verbrauch und geringem Verschleiß. Wie ein aktueller ADAC-Test zeigt, weisen selbst hochpreisige Reifen nicht generell gute Ergebnisse in allen Disziplinen auf.

Der Autoclub hat insgesamt 28 Reifen für Klein- und Kompaktwagen zu mittleren Stückpreisen von 44 bis 113 Euro getestet. Dabei nahmen die Tester unter anderem das Handling auf Schnee und Eis, auf nassen und trockenen Straßen sowie Spritverbrauch und Verschleiß unter die Lupe.

Bei den Kleinwagen (Dimension 175/65 R 14 T) siegten der »Continental WinterContact TS 860« für 72 Euro mit einem »Gut« (2,1) und der »Dunlop Winter Response 2« (71 Euro) mit derselben Note. Bei den Kompakten (205/55 R 16 H) lagen der »Continental WinterContact TS 860« (110 Euro, Note 2,2) und der »Goodyear UltraGrip9« (106 Euro, Note 2,2) an der Spitze vor dem »Dunlop Winter Sport 5« (106 Euro, Note 2,3). Insgesamt schnitten 5 »gut« ab, 19 Reifen waren »befriedigend«. 2 Pneus bekamen ein »Ausreichend«, und zwei waren »mangelhaft«, unter anderem wegen starker Schwächen auf nassen oder schneebedeckten Straßen. dpa


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