Transparent, markant, zentral

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AOK Jubiläum
1991 kaufte die AOK das ehemalige Gelände der Firma CIBA Vision und errichtete an dieser Stelle nach zweieinhalbjähriger Bauzeit ein neues Haus.
Foto: AOK-Archiv
AOK Jubiläum
Hier lässt es sich gut aushalten – die Grünanlage der AOK-Hauptgeschäftsstelle in Aschaffenburg.
Foto: Doris Pfaff
AOK Jubiläum
Vor dem Neubau war die AOK Geschäftsstelle in der Kittelstraße untergebracht.
Foto: AOK Archiv
Seit einem Vierteljahrhundert hat die AOK Geschäftsstelle Aschaffenburg ihr Domizil in der Goldbacher Straße 57. Grund genug für die Gesundheitskasse, an den gelungenen Neubau der Aschaffenburger AOK-Direktion vor 25 Jahren zu erinnern und das Jubiläum am Sonntag,17. Juli, mit einem großen Familientag zu feiern.

Doch zunächst ein Blick zurück: Im März 1997 zog die AOK-Direktion Aschaffenburg mit 280 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern um, von der damaligen Geschäftsstelle in der Kittelstraße in die Goldbacher Straße. Hier hatte die AOK 1991 das ehemalige Gelände der Firma CIBA Vision gekauft und in zweieinhalbjähriger Bauzeit ein neues Haus errichtet, in dem Kunden seither angenehme Beratungs- und Mitarbeiter optimale Arbeitsbedingungen finden. In der Geschäftsstelle in der Kittelstraße hingegen hatte zunehmend Raumnot geherrscht und die sanitären Anlagen waren unzureichend. Zudem fehlten nicht nur notwendige Sozialräume, sondern auch Beratungszonen für vertrauliche Kundengespräche. Weiterer Vorteil des Neubaus: Alle Abteilungen der Aschaffenburger AOK , die zuvor über das ganze Stadtgebiet verteilt und bis in den Landkreis Miltenberg ausgelagert waren, konnte man nun unter einem Dach vereinen.

Städtebaulicher Akzent

Das neue Gebäude der Gesundheitskasse am Untermain mit einem umbauten Raum von 72.000 Kubikmetern und 10.330 Quadratmetern Büroflächen setzte städtebauliche Akzente. Sein markantes, aber unaufdringlichen, ferner transparentes wie funktional erscheinendes Äußeres spiegelt  bis heute den Geist eines modernen und aufgeschlossenen Dienstleistungsunternehmens wider.

Die Planung und Bauleitung übernahm das Würzburger Architektenteam Kosig & Kosig, das  seinerzeit den von der AOK Aschaffenburg ausgeschriebenen Architektenwettbewerb für dieses Projekt gewonnen hatte. Das Konzept der Würzburger sah vor, den hohen Hauptbau der früheren CIBA- Kontaktlinsenfabrik  auszukernen und umzubauen. So entstand an der Kreuzung von Auhofstraße, Weichertstraße und Goldbacher Straße ein Bau, der vor allem mit einem in der Höhe schwebenden Rondell besticht. Dieses markiert auch die zentrale, lichtdurchflutete Eingangs- und Kundenhalle gleich nebenan. Ihr Herzstück ist die helle und freundliche Empfangstheke, an der die Kundinnen und Kunden begrüßt werden.

Bester Wärme- und Schallschutz

Insgesamt sechs Geschosse hat das durchwegs behindertenfreundlich gestaltete Gebäude, gegliedert in verschiedene  Privatkunden- und Arbeitgeberbereiche, Fachabteilungen sowie interne Organisationseinheiten und Geschäftsleitung. Im obersten Geschoss ist eine Caféteria untergebracht, von wo sich ein weiter Blick in den Spessart sowie die Innenstadt bis zum Aschaffenburger Schloss auftut.

Die Arbeitsräume der Mitarbeitenden befinden sich an den Außenseiten des Gebäudes, die individuell die Möglichkeit bieten, Belichtung, Belüftung und Sonnenschutz zu regeln. Eine kostspielige Klimatisierung des Hauses wurde vor 25 Jahren nicht notwendig. Hingegen erfüllte der Bau über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus die Anforderungen an Wärme- und Schallschutz.

Von außen ähnelt das Gebäude einer Glaskonstruktion. Doch der Eindruck täuscht. Es ist kein Glaspalast. Völlig aus Glas bestehen nur die Fensterzeilen, der Rest der Fassade ist aus hochgedämmten Schichtpaneelen gefertigt, die nur außen eine farbig beschichtete Glasscheibe bedeckt.

Besonders erfreulich für den damaligen Direktor der AOK, Siegbert Braun war es, dass trotz der europaweit verpflichtenden Ausschreibung 90 Prozent der Bauaufträge in der Region vergeben werden konnten. Der Neubau habe so viele Arbeitsplätze in der Region gesichert und auch die heimische Wirtschaft gestärkt, erklärte Braun 1997 im AOK-Magazin „Bleib gesund.“

VHS-Kurse seit 2001

Bewusst offen und mit viel Grün - als Symbol für Natur und Gesundheit-  wurde das Gelände um das Haus der AOK konzipiert. Die Bäume rund um den Sitzbereich im Grünen, zwischen Kundenparkplatz und Wasserlauf gelegen, spenden Schatten. Von unten nicht sichtbar ist die bepflanzte Dachterrasse, auf der die Mitarbeitenden der AOK im Grünen sitzen können. Die Dämmwirkung des Substrats und der Pflanzen auf dem Dach ist spürbar. Die Temperaturunterschiede im Gebäude seien wesentlich geringer, gibt die AOK an. 

Natürlich wird die Ökologie seit Jahr und Tag im Haus großgeschrieben: Das Gebäude wird seit 25 Jahren mit Fernwärme beheizt, früher über die SCA, in den letzten Jahren über die  Aschaffenburger Versorgungsgesellschaft. Das AOK- Gelände an der Goldbacher Straße hält 50 Kundenparkplätze für Besucher vor.

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