Von Tankstellen, Richtern, Brauereien

Jahrbuch: Arbeitsgemeinschaft für Heimatforschung und -pflege veröffentlicht 67. Jahrgang »Unser Kahlgrund«

Alzenau
3 Min.

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Auf dem Gelände der Brauerei Hock in Alzenau. Foto: Stadtarchiv Alzenau
Foto: Archiv Stadt Alzenau
Der Schöllkrippener Richter Heinrich Wirth mit Familie, um 1913. Foto: Wirth
Foto: Wolfgang Wirth
Titelblatt des Heimatjahrbuchs 2022.
Foto: Arbeitsgemeinschaft Heimatpflege Kahlgrund
Postkartengruß aus Kahl, abgestempelt 1908. Foto: Sammlung Brunswick
Foto: Sammlung Brunswick
Alzenauer Postkarte, 1916. Foto: Brunswick
Foto: Sammlung Brunswick
Als eine E-Ladesäule noch Science-Fiction war: Tankstelle Ott in Dettingen aus dem Jahrbuch-Beitrag über die Entstehung des Tankstellennetzes. Foto: Geschichtsverein Karlstein
Foto: Geschichtsverein Karlstein
Mit rund 40 fa­cet­ten­rei­chen Bei­trä­gen von Mit­g­lie­dern und Frem­d­au­to­ren so­wie reich be­bil­dert auf 257 Sei­ten prä­sen­tiert sich seit ei­ni­gen Ta­gen das Hei­mat­jahr­buch »Un­ser Kahl­grund« für 2022. Her­aus­ge­ber ist ein­mal mehr die Ar­beits­ge­mein­schaft für Hei­mat­for­schung und -pf­le­ge Kahl­grund (Ar­ge).

Offiziell vorgestellt wurde der 67. Jahrgang des Jahrbuchs im Karlsteiner Rathaus (wir berichteten).

Für das Kalendarium zeichnen die Mitglieder Richard Strobel und Franz Thoma verantwortlich - letzterer stellt auch das Kalendarium »Abseits des Weges« vor.

Hier eine Übersicht über die Beiträge:

Die Corona-Pandemie im Kahlgrund: Fortgesetzt wird auch im neuen Heimatjahrbuch die Berichterstattung über die Corona-Pandemie, die uns schon seit Monaten beschäftigt: »Unsere große Hoffnung: Es gibt Impfstoffe« lautet der vierte Beitrag von Marion Stahl; über die »Corona-Pandemie heute - vor 100 Jahren Spanische Grippe« informiert Ute Sehring, und über »Die ausgefallene Geburtstagsfeier« schreibt Karl Grün. Aus alter Zeit: »Magister Paul Eilles zu Hörstein - Teil I: Verwandtschaft, Berufliche Tätigkeiten« ist der Titel des Beitrags von Harald Weis; »Karl Christian Ernst von Bentzel-Sternau als Literat und Politiker« stellen Karl und Elisabeth Becker vor; »Vor 200 Jahren entstand in Alzenau die erste Apotheke des Kahlgrunds«, weiß Walter Scharwies zu berichten; »Für Königreich und Vaterland: Der Krieger- und Veteranenverein Mömbris« und »Die Vereine der Kriegsveteranen von 1870/71 im Landkreis Alzenau im Jahr 1920« sind Beiträge von Karl Grün; »Vom Glasmacher zum päpstlichen Soldaten: Das bewegte Leben des Peter Zeder aus Großkahl« beschreibt Richard Pfannmüller, ebenso »Die Entstehung des Tankstellennetzes im Kahlgrund, Teil I: 1925 - 1927«.

Zeche Gustav auf Postkarten

Ute Sehring befasst sich mit »Kahlgründer Neuigkeiten: Aschaffenburger Zeitung/Beobachter am Main 1922«; »Der Streit um das Orgelspiel in Hörstein - ein Beitrag zur Problematik der Geistlichen Schulaufsicht im Königreich Bayern« steuert Christian Grebner bei; über »Die Konsekration der Heilig-Kreuz-Kirche in Daxberg im Jahr 1939« schreibt Dietmar Hofmann; der »Aufarbeitung der Reichspogromnacht in Alzenau in Quellen, Teil I« widmet sich Christian Schauer, und »Großwelzheim: Zeche Gustav - Ansichtskarten aus dem Kahlgrund, Teil 29« steuert Jürgen Brunswick bei.

Natur und Landschaft: Dem Thema »Der Weinbau in Michelbach seit 1945« widmet sich Arnold Gündling; »Alzenauer Spaziergänge, Teil I: Von der Elze zum Steinbruch und zur Forelle« beleuchtet Hermann Kehrer; über »Bäche in Alzenau, Teil 3: Bäche in Wasserlos und Hörstein« schreibt Michael Neumann, und den »Forchbach zu Dettingen am Main« stellt Karlheinz Huth vor.

Das Dorf: Sieglinde Strauß setzt ihre Reihe »Die Prinzenpaare in Wasserlos« mit dem Teil II: 1991 - 2021 fort, zudem widmet sie sich den »Brauereien in Alzenau (erster Teil): Ehemalige Brauerei Hock und Gasthaus »Zur Krone«; Ansichtskarten aus dem Kahlgrund (Motto: »Handlungen«) - Teil 29 stellt Jürgen Brunswick vor; über »Das Milchkännchen-Museum in Großkrotzenburg« berichtet Nirava Silvia Becker; Doris Pfaff wartet mit dem zweiten Teil ihrer Infos über den »Wies´ner Wörder« auf; Thomas Meßenzehl beschäftigt sich mit der »Häschder Trilogie«, Teil II: »De Maulaff und die Wölfe«, und Reinhold J. Brückner informiert über »Die Photographenfamilie Brückner in drei Generationen«.

Historischer Kriminalfall

»Josef Bieber, ein gefürchteter Ordnungshüter in Feldkahl« ist der Titel des Beitrags von Reinhold Geis; über »Das Michelbacher Schlösschen - Auf den Spuren seiner nachweislichen Besitzer« schreibt Ute Sehring; dem Thema »Verbrechen im Kahlgrund, Teil IV, 1956: Verwitwete vierfache Mutter in Niedersteinbach erschossen« nimmt sich Thomas Röhrs an; der »Grube Wilhelmine in Sommerkahl: Aufwältigung und Tunnelbau« widmen sich Silvia und Walter Hackel; von Wolfgang Wirth ist Informatives über »Heinrich Wirth, Richter in Schöllkrippen - eine Spurensuche« zu erfahren; Karl Ehinger lässt Geschichtliches Revue passieren: »Fünfzig Jahre: Die Wasserwacht Ortsgruppe Karlstein«; »Die Glocken im Altkreis Alzenau« stellt Dietmar Hofmann vor - ergänzt durch den ersten Teil »Eine Bestandsaufnahme« von Richard Pfannmüller.

Aktuelles Geschehen: Die Kahlgrund-Chronik stellen Manfred Leichtenschlag (viertes Quartal 2020), Richard Pfannmüller (erstes Quartal 2021), Matthias Gerhart (zweites Quartal 2021) und Helmut Nimbler (drittes Quartal 2021) zusammen. Über »Das Wetter« schreiben Sieglinde Strauß und Hermann Kehrer. Der Bericht »Aus der Arbeitsgemeinschaft«, verfasst von Richard Pfannmüller, beschließt den Reigen.

Hintergrund: Heimatjahrbuch - Anfänge, Macher und Verkauf

»Unser Kahlgrund«, das Heimatjahrbuch für den (seinerzeit noch selbstständigen) Landkreis Alzenau, erschien im Jahr 1956 zum ersten Mal. Der damalige Landrat Heinrich Degen leitete in den Anfangsjahren zusammen mit Schulrat Karl Höhne und Lehrer Edmund Rücker die Arbeitsgemeinschaft für Heimatforschung und -pflege Kahlgrund mit rund 15 Mitgliedern.

Heute hat die Arbeitsgemeinschaft unter dem Vorsitz von Studiendirektor a.D. Richard Pfannmüller, der seinen Wohnsitz mittlerweile nach Röthlein im Kreis Schweinfurt verlegt hat, rund 40 Mitarbeiter. Dazu gesellen sich Jahr für Jahr immer wieder Fremdautoren.

Auch der 67. Jahrgangsband »Unser Kahlgrund« (Auflage: 3100 Stück) wurde wieder bei Gebhard druck + medien in Heusenstamm hergestellt. Er wird über Rathäuser, Buchhandlungen, diverse Geschäfte, Schulen und weihnachtliche Veranstaltungen vertrieben. Seit Jahren konstanter Verkaufspreis: sechs Euro. Außerdem ist die Lektüre bei einigen Kahlgrund-Heimatforschern erhältlich. ()

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