Von Klinik-Clowns bis Schad-Museum

Spendengala:Raiffeisenbank Aschaffenburg unterstützt 13 Projekte und 15 Gemeinden mit insgesamt 182 500 Euro

Aschaffenburg
3 Min.

Kommentieren

Sie müssen sich anmelden um diese Funktionalität nutzen zu können.

Spende an Gemeinden in den Landkreisen Aschaffenburg und Miltenberg: (v.l.) Raiba-Vorstandsmitglied Steven Müller, stellv. Aschaffenburger Landrat Andreas Zenglein, stellv. Miltenberger Landrat Matthias Luxem, Moderator Jens Pflüger. Foto: M. Pollinger
Foto: Melanie Pollinger
10 000 Euro gab es für die Arbeit der Klinik-Clowns. Archivfoto: Petra Reith
Foto: Petra Reith
Spen­den in Höhe von ins­ge­s­amt 182 500 Eu­ro hat die Raif­fei­sen­bank Aschaf­fen­burg beim Eh­ren­a­bend am Di­ens­tag im Hof­gar­ten­ka­ba­rett an ka­ri­ta­ti­ve Ein­rich­tun­gen, Ve­r­ei­ne, Hilf­s­pro­jek­te und Ge­mein­den in der Re­gi­on baye­ri­scher Un­ter­main ver­teilt.

Die Gala-Veranstaltung mit Moderator Jens Pflüger vom Hessischen Rundfunk und einem kurzen, aber gehaltvollen Auftritt des Kabarettisten Urban Priol, bildete den Abschluss des Jubiläumsjahrs zum 200. Geburtstag von Friedrich Wilhelm Raiffeisen. Die Raiffeisenbank Aschaffenburg feierte zudem ihre Gründung vor 140 Jahren. 120 geladene Gäste erfuhren bei der kurzweiligen Spendenübergabe viel Wissenswertes.

So weihte sie Raiba-Vorstandsmitglied Steven Müller in die Geheimnisse des Crowdfunding ein. Die Internetplattform aschaffenburg.viele-schaffen-mehr.de steht allen Initiatoren von gemeinnützigen Projekten in der Region kostenlos zur Verfügung. Derzeit werden unter anderem 5000 Euro für One Day in Sierra Leone und 5000 Bäume für Aschaffenburg gesammelt.

Die höchste Summe

Den größten Spendenscheck mit 75 000 Euro müssen sich die 15 Gemeinden in den Landkreisen Aschaffenburg und Miltenberg teilen. Haibachs Bürgermeister Andreas Zenglein (CSU), der als stellvertretender Aschaffenburger Landrat gekommen war, wusste schon einen Adressaten: eine Haibacher Familie, deren Haus vor zwei Wochen abbrannte.

Die jeweils größten Einzelspenden mit 15 000 Euro gingen an den Rotkreuz-Kreisverband Miltenberg-Obernburg - für ein neues Fahrzeug für die Tagespflegegäste in Obernburg - und an die Museen der Stadt Aschaffenburg (versehentlich stand 10 000 Euro auf dem Scheck) für das Christian-Schad-Museum, das am 7. Juni 2019 eröffnet werden soll. Thomas Richter, Leiter der Städtischen Museen, sprach von einer »riesigen Chance«, in der Kunst von Schad »die Höhen und Abgründe des 20. Jahrhunderts« aufzuzeigen.

10 000 Euro nahm Günter Herold von der Katholischen Kirchenstiftung Mainaschaff für die inzwischen fast vier Millionen teure Renovierung der Pfarrkirche St. Margaretha in Empfang. Über die gleiche Summe freuten sich die Klinik-Clowns Bayern, die seit elf Jahren an der Aschaffenburger Kinderklinik und im Caritas-Seniorenstift St. Elisabeth für Lichtblicke sorgen. Von Kindern, »die zum ersten Mal wieder sprechen«, berichtete Elisabeth Makepeace-Vondrak. Das Seniorenwohnstift St. Elisabeth bekam 5000 Euro für Bewegungstrainer zum Muskelaufbau und dazugehörige Bildschirme für virtuelle Spaziergänge durch Aschaffenburg.

Für den Feuerwehrnachwuchs

Die »stillen Helden«, wie Raiba-Vorstandssprecher Thomas Stegmann sagte, vom Kreisfeuerwehrverband Aschaffenburg bekamen 10 000 Euro. Kreisbrandrat Karl Heinz Ostheimer möchte das Geld für den Nachwuchs - Kinderfeuerwehr und Jugendzeltlager - verwenden. Die gleiche Summe floss in den Förderverein Humor und Satire. Hofgartenkabarett-Geschäftsführer Axel Teuscher bedankte sich für die Hilfe, um jungen Talenten losgelöst vom finanziellen Erfolg Auftrittsmöglichkeiten zu bieten.

Mit 10 000 Euro werden die Schulung von Demenzbeauftragten am Klinikum Aschaffenburg-Alzenau und die Anschaffung von Beschäftigungsmaterial gefördert. Das Thema Demenz, von dem rund zehn Prozent der Krankenhauspatienten betroffen sind, wird laut Geschäftsführerin Katrin Reiser stark unterschätzt - und von den Krankenkassen nicht wirklich aufgefangen.

Für die Sportler

Für den Förderverein Kinder- und Jugendpsychiatrie am Klinikum gab es 5000 Euro, ebenso für die Junioren-Akadamie des TV Großwallstadt. Mit 7500 Euro wurde die Jugendarbeit von Viktoria Aschaffenburg unterstützt.

Hilfe zur Selbsthilfe für Menschen in Afrika: Je 5000 Euro gab es für den Verein In Our Own Quiet Way, dessen Vorsitzende Bernadine Angalusha derzeit vor Ort in Kenia ist, und für Medcare for People in Eritrea. Vorsitzender Ulrich Markmüller schilderte den immensen Einsatz des Vereins beim Bau und Unterhalt der einzigen Klinik in Eritrea, einem der ärmsten Länder der Welt.

MELANIE POLLINGER
Kommentare

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden

Artikel einbinden
Sie möchten diesen Artikel in Ihre eigene Webseite integrieren?
Mit diesem Modul haben Sie die Möglichkeit dazu – ganz einfach und kostenlos!