Verstärkung für die Friedhofsgärtner

Ausschuss: Einstellung einer zusätzlichen Vollzeitkraft in Kahl beschlossen - Jetzt vier Fachkräfte

Kahl a. Main
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Viel Arbeit für Gärtner wird es auf dem Waldfriedhof in Kahl noch lange geben. Der Bau- und Umweltausschuss beschloss ohne Gegenstimmen, den Gärtnertrupp zu verstärken.
Foto: Oliver und Karin Klemt
Ar­beit gibt es auf dem Kah­ler Wald­fried­hof ge­nug - bis­lang aber zu we­ni­ge Mit­ar­bei­ter, die sie er­le­di­gen. Die­sem Er­geb­nis ei­nes ex­ter­nen Gu­t­ach­tens hat der Bau- und Um­welt­aus­schuss des Ge­mein­de­rats die­ser Ta­ge Rech­nung ge­tra­gen und die Ein­stel­lung ei­nes zu­sätz­li­chen Gärt­ners ein­stim­mig be­sch­los­sen.

Damit fahre die Kommune unter dem Strich besser als mit Aufträgen an Fremdfirmen, erläuterte Bürgermeister Jürgen Seitz (SPD) auf Nachfrage. Dies habe bereits eine frühere interne Prüfung gezeigt. Im Stellenplan für das laufende Jahr sei die Vollzeitstelle auch schon eingeplant. Dass die bisher zwei Friedhofsgärtner - einer in Vollzeit, einer in Teilzeit beschäftigt - tatsächlich Unterstützung brauchen, habe nun der Gutachter-Blick von außen bestätigt.

Demnach fällt auf der ungewöhnlich großen, parkähnlichen Ruhestätte im Frühjahr und Sommer so viel Arbeit an, dass das kleine Gärtnerteam noch eine Vollzeitkraft braucht. Aufs ganze Jahr berechnet soll der Neuzugang auch dem Bauhof-Trupp zur Verfügung stehen, der sich um die übrigen Grünanlagen im Ortsgebiet kümmert. Deren Pflege werde immer aufwendiger und laufe schon jetzt aus Personalmangel manchmal »eher schlecht als recht«, räumte Seitz ein. Ständig kämen neue Naturschutz-Ausgleichsflächen hinzu, zudem sei nun noch ein Erschließungsweg von der Hauptstraße in die Kahlaue geplant.

»Wir hätten also ohnehin Verstärkung gebraucht«, betont der Rathauschef, »und das wusste der Gemeinderat auch.« Mit der Neueinstellung werde die Gärtner-Belegschaft der Kommune von bisher drei auf vier Fachkräfte wachsen, je nach Lage werde Unterstützung aus der übrigen Bauhofmannschaft zugeteilt.

Auf dem Friedhof wird der Arbeitsanfall nach Einschätzung des Bürgermeisters trotz gewandelter Bestattungstrends in absehbarer Zeit kaum abnehmen. Weil fast nur noch Urnenbeisetzungen anfielen, habe die Gemeinde einen Teil des Areals in eine Parklandschaft umgewandelt und bereits vor 16 Jahren deren Neubelegung mit Erdgräbern gestoppt. Allerdings gebe es in diesem Friedhofsteil A noch Familiengräber, die theoretisch immer wieder neu belegt werden könnten. Auch befinde sich in diesem Bereich die Gedenkstätte für Gefallene aus dem Ersten Weltkrieg, die ebenfalls fachkundige Pflege brauche.

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