TV Schweinheim plant umfassende Arbeiten: Neuer Glanz für die Turnhalle

Für die Finanzierung sollen alte Tennisplätze verkauft werden

Aschaffenburg
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Eric Leiderer (links, Geschäftsführer des TV Schweinheim) und Thomas Schulte (stellvertretender Vorsitzender) auf dem Grundstück der ehemaligen Tennisplätze.
Foto: Petra Reith
Die Turnhalle des TV Schweinheim ist in desolatem Zustand und muss kernsaniert werden. Fotos: Petra Reith
Foto: Petra Reith
Brö­ckeln­der Putz, aus­ge­t­re­te­ne Bö­den und zer­sprun­ge­ne Fens­ter­schei­ben: Die Hal­le des Turn­ve­r­eins Schwein­heim 1885 hat ih­re bes­ten Jah­re lan­ge hin­ter sich. Um das Geld für die nun drin­gend be­nö­t­ig­ten Re­no­vie­rungs­ar­bei­ten auf­zu­t­rei­ben, plant der TV Schwein­heim, ei­nen Teil­be­reich der al­ten Ten­nis­plät­ze zu ver­kau­fen.

Seit fast 90 Jahren bildet die Schweinheimer Turnhalle das inoffizielle Zentrum des Stadtteils: Hier trainieren die Sportgruppen des Turnvereins, Kurse in Tanz oder Yoga werden angeboten, und auch der Schweinheimer Chor und die Cowboytanzgruppe »Line Dance Rebellen« proben in den Räumlichkeiten. Selbst an den Wochenenden steht die Schweinheimer Halle nicht leer: Kulturveranstaltungen und Flohmärkte finden statt, Kindergeburtstage und Hochzeiten. 1000 bis 1300 Menschen gehen jede Woche in der Halle ein und aus.

»Diesen Rahmen einer Begegnungsstätte wollen wir erhalten«, betont Eric Leiderer, Geschäftsführer des TV Schweinheim. Auch in Zukunft soll die Schweinheimer Halle keine reine Sporthalle werden - allerdings soll sie besser an die Sportnutzung angepasst werden: Dazu gehören Banden an den Seiten und auch neue sanitäre Anlagen für die Sportler sind dringend nötig. »Das sind ganz viele Kleinigkeiten, die gemacht werden müssen. Die meisten fallen einem erst auf, wenn man regelmäßig hier drin ist«, erklärt Thomas Schulte, stellvertretender Vorsitzender des Turnvereins.

Energetisch sanieren

Zu den größeren Renovierungsmaßnahmen, die der Verein angehen will, zählen die Dämmung und die energetische Sanierung des Gebäudes: Elektrizität, Leitungen und vor allem die Heizung, die alt und ineffizient ist. »Wir wollen als ökologisches Vorbild fungieren«, sagt Leiderer. Durch die Sanierungen wolle er nicht nur die aktuellen Energierichtlinien erfüllen, sondern erhoffe sich auch finanzielle Einsparungen.

Seit 2011 nicht mehr genutzt

Dafür muss der Verein jedoch zunächst einmal Geld in die Hand nehmen - wie viel, das können Leiderer und Schulte noch nicht genau sagen. Vor etwa fünf Jahren habe es schon eine Begehung mit einem Architekten gegeben, der damals nur die dringendsten Eingriffe auf etwa 500 000 Euro geschätzt hatte, berichtet Schulte. Die Summe, die für die jetzt geplanten Maßnahmen nötig ist, dürfte also deutlich höher sein.

Wie viel der Verein am Ende für die Renovierung ausgibt, hängt vor allem davon ab, wie viel Geld aufgetrieben kann. Hier hofft der Geschäftsführer auf Zuschüsse, aber auch auf Spenden und Sponsoren.

Eine größere Summe soll der Verkauf eines Teilbereichs der alten Tennisplätze erzielen. Diese werden schon seit der Ausgründung der Tennisabteilung aus dem Verein 2011 nicht mehr für den Sport genutzt: Ein Teil des Platzes beherbergt derzeit den Kindergarten »Schwalbennest«, die übrigen etwa 900 Quadratmeter sind frei. Letztere sollen nun verkauft werden - zwei Interessenten haben sich schon gemeldet.

Wie lange die Sanierungsmaßnahmen dauern werden, ist noch unklar. Geschäftsführer Eric Leiderer hofft aber auf eine Fertigstellung im Herbst 2021 - im Bestfall soll die Halle zudem in der Hauptsaison im Herbst und Winter geöffnet bleiben.

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