Stadtrat: Miteinander soll Aschaffenburger Verkehrsentwicklung bestimmen

Stadtratsfraktionen zum Radeln in der Fußgängerzone

Aschaffenburg
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Ein kla­res Si­g­nal für mehr Mit­ein­an­der hat die Aschaf­fen­bur­ger Kom­mu­nal­po­li­tik am Di­ens­ta­g­a­bend ge­ge­ben: Wie be­rich­tet wand­te sich der Ver­kehrs­se­nat des Stadt­rats ge­gen ei­ne Rück­kehr zur fahr­rad­f­rei­en Fuß­g­än­ger­zo­ne. Zu­g­leich for­der­ten die Stadträ­te mehr Kon­trol­len, um die Rück­sicht­nah­me von Rad­lern zu ver­bes­sern.

Denn das Miteinander sei ein übergreifendes Thema der innerstädtischen Verkehrsentwicklung: So hatte es der Aschaffenburger Polizeidirektor, Bruno Bozem, formuliert. Die Sprecher nahezu aller Stadtratsfraktionen schlossen sich dieser Sichtweise an.

»Wir müssen lernen, unseren Platz zu teilen«, appellierte Brigitte Gans (CSU) an alle Verkehrsteilnehmer, ob sie nun mit dem Auto, per Rad oder zu Fuß unterwegs sind. Ziel müsse es dabei sein, den Umweltverbund, sprich Bus-, Rad- und Fußverkehr zu stärken. Die einzige Gegenstimme im Verkehrssenat kam allerdings aus ihrer Fraktion: von Josef Taudte.

Die Fußgängerbereiche auszuweiten, das Radwegenetz auszubauen und den Busverkehr zu fördern: Das sei das Ziel der innerstädtischen Verkehrsentwicklung, sagte Erich Henke (SPD). Stadtverwaltung und Stadtrat arbeiteten daran. Henke plädierte dafür, in der Verkehrsdiskussion, die sich zuletzt emotional stark aufgeladen hatte, wieder zur Sachlichkeit zurückzukehren.

Konkurrierende Konzepte

Die Petition der Initiative »Pro Fußgängerzone« sei als Appell an die Politik zu verstehen, mehr für die Fußgänger zu tun. Dieses Ziel sowie die Herausnahme des Radverkehrs aus der Fußgängerzone könne die Stadt aber nur verwirklichen, wenn sie endlich die Innenstadt-Umfahrung vom Autoverkehr entlaste. Wagener erinnerte an die Grünen-Idee des »Umweltrings«: Wenn der motorisierte Individualverkehr nur noch einspurig in Einbahnrichtung die Innenstadt umfahre, werde eine Spur frei für Bus und Rad sowie für eine Ausdehnung der Fußgängerbereiche.

Johannes Büttner (KI) verwies darauf, dass auch seine Gruppierung Pläne für die Verkehrsentlastung der Innenstadt habe, die sie in der kommenden Woche mit den Bürgern diskutieren werde. Wie Henke forderte Büttner, die Erregung und Entgleisungen in der Fahrraddebatte der letzten Wochen herunterzufahren und zu einer friedlichen Auseinandersetzung über die Sachprobleme zurückzukehren.

Leonie Kapperer (ÖDP) stimmte den Vorrednern zu: Wenn die Stadt die Verkehrsprobleme nicht löse, würden sich die Konflikte im Stadtzentrum und speziell in der Fußgängerzone eher verschärfen.

Verstärkte Kontrollen

Alle Fraktionen sprachen sich für verstärkte Kontrollen in der Fußgängerzone aus, um Fahrradfahrer zu bremsen, die sich nicht ans Schritttempo halten. Willi Hart (UBV) sah hier auch Erziehungsbedarf. Auch wenn sich laut Polizei und Stadtverwaltung die Mehrheit der Radler an die Regeln halte, so gebe es doch erschreckende Verstöße.

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