Silo auf Plattenhof darf gebaut werden

Baurecht: Gemeinde und Landwirt Reinhold Hock einigen sich - Rat billigt Bauantrag - Klage liegt auf Eis

Großostheim
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Zu klein für die Biogasanlage: Das derzeitige Silo auf dem Wenigumstädter Plattenhof. Archivfoto: Stefan Gregor
Foto: Stefan Gregor
Der land­wirt­schaft­li­che Un­ter­neh­mer Rein­hold Hock und die Markt­ge­mein­de Großost­heim ha­ben sich in ei­nem Teil­be­reich ih­rer St­rei­tig­kei­ten ge­ei­nigt. In sei­ner Sit­zung am Don­ners­tag stimm­te der Ge­mein­de­rat ei­ner Aus­nah­me­re­ge­lung von der ver­häng­ten Ve­r­än­de­rungs­sper­re für den We­ni­gum­städ­ter Plat­ten­hof zu.

Der Bauantrag für eine Silofläche für die Biogasanlage und den dafür notwendigen Sammelbehälter für Silagewasser wurde gebilligt.

Immer wieder war es auf dem Plattenhof zu nicht genehmigten Bauaktivitäten gekommen. Der Gemeinderat hatte deswegen eine Veränderungssperre verhängt, gegen die Hock mit einer Normenkontrollklage beim Bayerischen Verwaltungsgericht vorging. Nun wurde diese Klage auf Eis gelegt, um nach alternativen Lösungen zu suchen.

Notariell beglaubigt

Die Ausnahmegenehmigung konnte erteilt werden, weil Hock notariell beglaubigte Bedingungen unterschrieb. Die Maximalauslastung der Biogasanlage darf auf dem Plattenhof einschließlich mehrerer Blockheizkraftwerke 3,3 Millionen Kilowattstunden im Jahr betragen. Das wurde ins Grundbuch eingetragen. Der Eigentümer verpflichtete sich zudem, keinen Bauantrag mehr zu stellen, bis der vorhabenbezogene Bebauungsplan eine formelle Planreife erreicht hat.

In der öffentlichen Sitzung sprach Thorsten Rollmann (CSU) von einem letzten Kompromiss. Ansonsten kam es zu keiner großen Debatte.

Weiterer Lagerplatz

Bis der Bau fertig ist, soll es eine Zwischenlösung geben, um den Maistransport vom Heinrichshof an der Niedernberger Straße durch die Ortschaften möglichst gering zu halten. Dazu darf die Maissilage oberhalb des bestehenden Silos auf einem extra abgedichteten Erdboden zwischengelagert werden. Eine ordnungsgemäße Entwässerung muss dabei gewährleistet sein. Das Landratsamt hat dazu seine Zustimmung signalisiert, erklärte Bauamtsleiter Benjamin Peter.

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