Seniorenarbeit in Goldbach soll nach der Pandemie durchstarten

Soziales: Quartiersmanagerin Ann-Kathrin Steinbach berichtet über aktuellen Stand

Goldbach
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Se­nio­ren-Früh­s­tück und Kaf­fee-Nach­mit­tag, Spie­le-Run­den und Treffs von Leih-Gro­ßel­tern mit Leih-En­keln: An Ide­en für ei­ne le­ben­di­ge Se­nio­ren­ar­beit in der Markt­ge­mein­de Gold­bach fehlt es der neu­en Quar­tiers­ma­na­ge­rin Ann-Ka­th­rin Stein­bach nicht. Doch Co­ro­na hat für ei­ne Be­su­cher­flau­te im Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­haus Le­bens­wert ge­sorgt: Das war die ein­zi­ge sch­lech­te Nach­richt in Stein­bachs Sach­stands­be­richt in der jüngs­ten Sit­zung des Aus­schus­ses für Ju­gend, Fa­mi­lie, Kul­tur, Sport und So­zia­les.

Ansonsten gab es viel Positives in der Bilanz der vergangenen sieben Monate. Seit 1. Juli 2021 ist die neue Quartiersmanagerin für kommunale Seniorenarbeit mit einer halben Stelle bei der Marktgemeinde beschäftigt. Bis Ende 2021 leistete Steinbach 38 Einzelfallberatungen zu den Themen Pflege und Unterstützung im Alltag, Vorsorge, Ehrenamt und soziale Kontakte. In diesem Jahr will Steinbach das Beratungsangebot bei Bedarf mit Hausbesuchen ergänzen.

Fertig ist das Quartierskonzept zum Aufbau von Strukturen, die ein selbstbestimmtes Alter im gewohnten Umfeld fördern sollen. Als die drei tragenden Säulen nannte die Quartiersmanagerin: Wohnen und 1. Grundversorgung, 2. Beratung und soziale Netzwerke sowie 3. ortsnahe Unterstützung und Pflege. Mit 80.000 Euro, verteilt auf vier Jahre, fördert das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales den Aufbau des Quartiersmangements.

"Wir sind sehr froh, dass wir uns für das Quartiersmanagement entschieden haben", sagte Bürgermeisterin Sandra Rußmann (Freie Wähler) dem Medienhaus Main-Echo nach der Sitzung. In Zusammenarbeit mit dem Sozialverein Hilfreich wolle man ehrenamtliche und hauptamtliche Sozialarbeit verzahnen. Neben Senioren sollten auch Bürger mit Handicaps von den neu geschaffenen Strukturen profitieren. Russmann zeigte sich zuversichtlich, dass spätestens Mitte des Jahres die Besucherzahlen im Mehrgenerationenhaus wieder steigen und man nach der Pandemie durchstarten könne.

Seit Sommer 2021 gibt es im Mehrgenerationenhaus einen Spiele-Nachmittag für Senioren, einen Lesetreff und einen Großeltern-Enkel-Nachmittag. Nun sollen ein Senioren-Nachmittagskaffee und ein Seniorenfrühstück, eventuell in Kooperation mit dem Sozialverein, hinzukommen. Außerdem geplant sind ein Strick- und Handarbeitsnachmittag, Gedächtnistraining, Info-Veranstaltungen zu Beratungsthemen und eine Erntedankfeier in der Turnhalle am Weberborn. Der Termin am 5. Oktober ist laut Bürgermeisterin fest eingeplant. Der Sozialverein wolle demnächst auch einen Bürgerbus anschaffen, um Senioren aus allen Ortsteilen abzuholen und Einkaufsfahrten anzubieten.

Ein zentrales Thema in Steinbachs Bericht war die Nachbarschaftshilfe. Seit 1. Juli hat die Quartiersmanagerin den Aufbau eines ehrenamtlich getragenen Generationenhilfenetzwerks vorbereitet und ein Konzept entwickelt, mit dem sich der Sozialverein um eine Anschubförderung von 10.000 Euro vom Staat bewirbt. Intensivieren wollen der Markt Goldbach und die Quartiersmanagerin die Öffentlichkeitsarbeit für Senioren. Diese sollen mit herkömmlichen Medien wie Amtsblatt - mit extra großer Schrift -, Tageszeitung oder einer Seniorenwegweiser-Broschüre informiert werden, aber auch online. mel

Kontakt: Ann-Kathrin Steinbach, Altmutterweg 2 + 4, 63773 Goldbach, Telefon 06021 6299947, quartiersmanager@markt-goldbach.net Sprechzeiten: Dienstag 9 bis 12 Uhr und nach Vereinbarung.

Hintergrund: Einkaufsfahrt "Shop Schatl" für Senioren

Am 25. Februar startet das Pilot-Projekt "Shop Schatl" des Sozialvereins Hilfreich in Goldbach, das Senioren ein Einkaufsvergnügen ab der eigenen Haustür ermöglichen soll. Ein Kleinbus mit acht Sitzplätzen bringt die Teilnehmer zum Einkaufen und Kaffeetrinken in den Erlengrund und liefert sie nach eineinhalb Stunden wieder zu Hause ab. Die Aktion für den Bereich Goldbach Süd mit Kugelberg und Spessartstraße dauert von 9.30 bis 11 Uhr und für den Ortsteil Unterafferbach von 14 bis 15.30 Uhr. Anmeldung ist erforderlich: bis 21. Februar per E-Mail an info@hilfreich-in-goldbach.de oder telefonisch unter 0173 2395560. Die erste Testfahrt kostet nichts. Wegen Corona können nur Geimpfte oder Genesene mitmachen. (mel)

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