Schwarzkopftunnel: Baubeginn erst im Oktober

Bahn: Auftragsvergabe muss noch einmal geprüft werden

Heigenbrücken
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Schwarzkopftunnel: Der Baubeginn für die Umfahrung verzögert sich.
Foto: Zentgraf
Der Bau­be­ginn für die Um­fah­rung des ma­ro­den Schwarz­kopf­tun­nels zwi­schen Lau­fach und Hei­gen­brü­cken ver­schiebt sich von Ju­li auf vor­aus­sicht­lich Ok­tober oder No­vem­ber. Grund sei die von ei­nem nicht be­rück­sich­tig­ten Bie­ter ver­an­lass­te Nach­prü­fung der Auf­trags­ver­ga­be, sag­te ges­tern ein Bahn­sp­re­cher.
Das umfangreiche Projekt habe bei der Bauindustrie »großes Interesse« geweckt, heißt es in einer Mitteilung der Bahn. Dementsprechend sei eine Vielzahl von Angeboten interessierter Bauunternehmen eingegangen. Nicht alle waren mit dem Ergebnis der Auftragsvergabe einverstanden.
Bieter unzufrieden
Ein nicht berücksichtigter Bieter halte sich »aus welchen Gründen auch immer für den wirtschaftlicheren, weshalb ihm der Zuschlag gebühre«, sagte ein Bahnsprecher gestern auf Nachfrage. Der Unternehmer mache von seinem Recht auf Nachprüfung der Vergabeentscheidung Gebrauch, »was durch die Gesetzgebung auch ausdrücklich vorgesehen ist«.
Sieben Kilometer lange Umfahrung
Nach derzeitigem Stand können die geplanten Baumaßnahmen deshalb frühestens in acht Wochen in Auftrag gegeben werden. Der ursprünglich für Juli geplante Baubeginn verzögert sich nach Worten des Bahnsprechers deshalb bis Oktober oder November.
Für den 925 Meter langen Schwarzkopftunnel auf der Strecke Hanau - Nantenbach zwischen Laufach und Heigenbrücken wird, wie mehrfach berichtet, bis 2017 eine sieben Kilometer lange Umfahrungsstrecke mit vier neuen Tunneln gebaut. Entlang der neuen Strecke sollen die Haltepunkte modernisiert und der Bahnhof Heigenbrücken durch eine neue Verkehrsstation ersetzt werden.
Kein Nachschieben mehr
Gegenüber dem heutigen Trassenverlauf wird der Streckenabschnitt zwischen Laufach und Heigenbrücken um knapp 500 Meter verkürzt, der kleinste Kurvenradius vergrößert sich nach Angaben der Bahn dank der neuen Trassenführung auf mindestens 820 Meter.
Wichtig für die Bahn: Dank des flacheren Profils der Umfahrungsspange entfalle das heute noch notwendige umständliche und zeitaufwendige Nachschieben schwerer Güterzüge mit einer zweiten Lokomotive. Gabriele Fleckenstein
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