Schüler für Gunter Ullrich begeistern

Kultur: Kunsthistorikerin Eveline Sava setzt die Ziele der Gunter-Ullrich-Stiftung um - Auf der »Main-Art« präsent

Aschaffenburg
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Aschaffenburg, Graslitzer Straße 44: interview gunter ullrich
Aschaffenburg, Graslitzer Straße 44: interview gunter ullrich Fotograf: Björn Friedrich
Foto: Björn Friedrich
Kunsthistorikerin Eveline Sava und Museumsleiter Thomas Richter vor einem Werk Gunter Ullrichs im kleinen Sitzungssaal des Aschaffenburger Rathauses.
Foto: Bruchlos
Über 30 Jah­re lang hat der Aschaf­fen­bur­ger Künst­ler Gun­ter Ull­rich als Leh­rer sei­ne Schü­ler an die Kunst her­an­ge­führt. Jetzt soll der 1925 ge­bo­re­ne Kul­tur­p­reis­trä­ger selbst zum Ge­gen­stand des Un­ter­richts wer­den. Seit 2016 ist die Würz­bur­ger Kunst­his­to­ri­ke­rin Eve­li­ne Sa­va (31) da­mit be­schäf­tigt, die in der Sat­zung der 2014 ge­grün­de­ten Gun­ter-Ull­rich-Stif­tung for­mu­lier­ten Zie­le um­zu­set­zen.
Dazu gehört es, das Werk und die Lehrtätigkeit Ullrichs auch der jungen Generation Aschaffenburgs nahezubringen. Ullrich unterrichtete von 1952 bis 1984 an der Oberrealschule, dem heutigen Friedrich-Dessauer-Gymnasium.
Dort will Sava ansetzen. Entwickeln will sie mit Schülern und Lehrern des Dessauer-Gymnasiums besondere Projekte, die direkt an dessen Wirkungsstätte auf die jahrzehntelange pädagogische und künstlerische Arbeit Ullrichs Bezug nehmen.
Kooperation mit Schulen
Zusammen mit den Fachbereichen Kunst und Geschichte will Sava Materialien zu Gunter Ullrich erarbeiten. Wie könnte eine Beschäftigung mit dem Werk des Künstlers aussehen? Als Beispiel nennt Sava Projekttage zur Frage, wie sich Ullrich künstlerisch mit seiner Wahlheimatstadt Aschaffenburg auseinandersetzte. In P-Seminaren könnten Schüler der Oberstufe einzelne Aspekte in Ullrichs Werk vertiefen: etwa Ullrichs Verarbeitung des Wiederaufbaus der zerstörten Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg.
Auch die von ihm verwendeten künstlerischen Techniken könnte Gegenstand des Kunstunterrichts werden. Zumal der Künstler ein Experte für Drucktechniken ist, und alte grafische Techniken wie die Linolätzung wieder aufgegriffen hat, so Sava.
Dass die Arbeit der Gunter-Ullrich-Stiftung an Fahrt aufgenommen hat, zeigt sich auch in anderen Bereichen. Derzeit ist Eveline Sava damit beschäftigt, Ullrichs Oeuvre auch online zugänglich zu machen. Dafür werde der Internet-Auftritt neu gestaltet, berichtet die Kunsthistorikerin. Wie Museumsleiter Thomas Richter ergänzt, wurden die 500 grafischen Werke der Stiftung erst im vergangenen Jahr neu geordnet.
Bei Kunstmesse präsent
In wenigen Tagen wird Sava auch öffentlich Flagge zeigen: So ist die Stiftung bei der internationalen Kunstmesse »Main-Art« vom 25. bis 28. Mai im Ridingersaal des Schlosses mit einem Stand vertreten. Unter anderem werden dort auch einige Originalarbeiten des Aschaffenburger Kulturpreisträgers präsentiert.

bKunstmesse »Main-Art« vom 25. bis 28. Mai im Schloss, Donnerstag und Sonntag 10 bis 19 Uhr, Freitag und Samstag 10 bis 20 Uhr.
Alexander Bruchlos
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