Rodungen an der Hafenbahn noch ohne Konsequenzen

Umwelt: Gerichtstermin steht aus - Ordnungswidrigkeitsverfahren bis zum Urteil ausgesetzt

Aschaffenburg
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Der Bereich entlang der Gleise zwischen Obernauer Straße und Nilkheimer Brücke wurde im Dezember gerodet. Foto: Stefan Gregor
Foto: Stefan Gregor
Das ju­ris­ti­sche Tau­zie­hen um die Ro­dun­gen der Bay­ern­ha­fen GmbH an den Glei­sen der Bahn­st­re­cke zwi­schen Obernau­er Stra­ße und Nilk­hei­mer Brü­cke ist noch nicht ent­schie­den. Das Staats­un­ter­neh­men hat ge­gen das von der Stadt ein­ge­lei­te­te Ord­nungs­wid­rig­keits­ver­fah­ren Kla­ge ein­ge­reicht.

Wie Marc Busse, der Leiter des Umweltamtes, erklärte, ist eine erste Gerichtsverhandlung wegen Terminproblemen nicht zustande gekommen. Ein neuer Termin sei bislang noch nicht festgelegt. Bis zu einem Urteil ist das Verfahren damit praktisch angehalten.

Im Dezember letzten Jahres hatte das Main-Echo darüber berichtet, wie die Gesellschaft den Grünbestand zu beiden Seiten der Hafenbahn-Gleise komplett gerodet hat. Das Entsetzen war groß, zumal die Fläche als kartiertes Stadtbiotop besonderen Schutz genoss. Die Bäume waren zwischen 80 und 100 Jahre alt. Busse hatte im Februar im Stadtrat von einem Verstoß gegen das bayerische und das Bundesnaturschutzgesetz gesprochen. Die Bayernhafen GmbH beruft sich auf die Verkehrssicherungspflicht für die Bahnanlage und ein Gutachten, das sie im Dezember der Stadt vorgelegt habe. Darin heißt es, man werde den gesamten Bereich "auf Stock setzen", was ein Abholzen bis auf kleine Stummel bedeutet.

Wie dieses Schreiben im Rathaus gewertet wurde, lässt sich nicht feststellen. Busse hatte eingeräumt, dass man die Tragweite möglicherweise nicht erkannt habe. Die Stadt beharrt jedenfalls auf ihrer Darstellung, dass die Abholzung nicht mit der unteren Naturschutzbehörde abgesprochen gewesen sei und sie nur eine Fällung von elf Bäumen genehmigt habe. Mit dem Ordnungswidrigkeitsverfahren will die Verwaltung die Bayernhafen GmbH zu Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen verpflichten.

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