Radfahrer von alter Bahntrasse verbannt

Ausschuss: Landratsamt für Naturschutz zwischen Pflaumheim und Mömlingen

Großostheim
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Radfahrer von Bahntrasse verbannt
Die ehemalige Bahntrasse zwischen Pflaumheim und Mömlingen ist zu einem Wanderweg geworden.
Foto: Bernd Hilla
Rad­fah­rer blei­ben von der ehe­ma­li­gen Bahn­tras­se zwi­schen Pflaum­heim und Möm­lin­gen ver­bannt, da es sich um ein aus­ge­wie­se­nes Land­schafts­schutz­ge­biet han­delt. Das stell­te die Un­te­re Na­tur­schutz­be­hör­de des Land­rat­samts in ei­nem Sch­rei­ben klar, das in der En­er­gie- und Um­welt­aus­schuss­sit­zung am Di­ens­tag be­han­delt wur­de.
Mountainbiker vertrügen sich nicht mit Flora und Fauna, die sich in Jahrzehnten dort angesiedelt hätten, heißt es in der Begründung.
Fast einzige Verbindung
Seit es die Hohe Brücke nicht mehr gibt und vor drei Jahren durch einen Damm mit einem Durchlass ersetzt worden ist, steht das Thema »Radweg« auf der Tagesordnung. Laut Wolfgang Jehn (SPD) ist der Weg die einzige fast ebenerdige Verbindung nach Mömlingen und auch für Radfahrer problemlos zu bewältigen. Bisher mussten die steilen Anstiege über den Rosenbergweg und die Wenigumstädter Höfe genommen werden. Dabei weiß Jehn die Mömlinger nach einer Begehung im vergangenen Jahr auf seiner Seite.
Auf seinen Antrag hin hatte die Marktgemeinde nun eine Überprüfung durch die Naturschutzbehörde verlangt, die den Antrag prompt und erwartungsgemäß ablehnte. Besonders besonnte und offenen Schotterflächen sowie Wiesen- und Krautstreifen dienten den Schlangen und Eidechsen als Lebensraum, heißt es in dem Schreiben der Behörde.
Es bestünde die Gefahr, dass Alttiere, und vor allem ihre Nachkommen, durch Radfahrer getötet würden. Die zugewachsene Bahntrasse sei sehr beengt und als Radweg nicht geeignet.
Kein Klageweg
Die Mehrheit des Ausschusses hätte nichts gegen eine Ausweisung als Radweg, obwohl Kurt Geiß (CSU) und Horst Müller (SPD) Bedenken äußerten. Um gegen den Bescheid vorzugehen, bliebe allein der Klageweg. Bürgermeister Herbert Jakob (CSU) stellte gleich klar, dass die Gemeinde Großostheim diesen Schritt auf gar keinen Fall gehen werde. Jehn will trotzdem nicht aufgeben und Landespolitiker einschalten.
Er stützt sich dabei auf ein Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs vom 3. Juli 2015, das das Radfahren ausdrücklich überall in der Natur erlaubt, und zwar auch in Landschaftsschutzgebieten. Bernd Hilla
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