Programm mit Friedensbotschaft

Benefizkonzert: Heeresmusikkorps Veitshöchheim glänzt in der Räuschberghalle - Für Hospiz und Ukraineflüchtlinge

Alzenau
1 Min.

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Das Benefizkonzert mit dem Heeresmusikkorps Veitshöchheim begeisterte am Donnerstagabend rund 300 Besucher in der Räuschberghalle.
Foto: Doris Huhn
Nach ei­nem glän­zen­den drei­stün­di­gen Be­ne­fiz­kon­zert mit drei Zu­ga­ben war die Be­geis­te­rung auf und vor der Büh­ne deut­lich zu spü­ren. Die rund 300 Be­su­cher in der Räusch­berg­hal­le er­ho­ben sich zum lang an­hal­ten­den Ap­plaus.

Und Oberstleutnant Roland Kahle, der mit dem 50-köpfigen Heeresmusikkorps Veitshöchheim am Donnerstagabend einen musikalischen Ohrenschmaus präsentiert hatte, sagte: »Das ist für uns ein unvergesslicher Abend! Die Damen haben Rosen erhalten und wir haben Ihre deutliche Wertschätzung erfahren.« Denn Landrat Alexander Legler hatte zuvor ausdrücklich »vom musikalischen Aushängeschild unserer Bundeswehr« gesprochen.

Pfarrer Frank Mathiowetz von der veranstaltenden Pfarrgemeinschaft St. Benedikt am Hahnenkamm freute sich über den zu erwartenden hohen Erlös für das Hospiz und für die mittlerweile 200 ukrainischen Flüchtlinge in Alzenau.

Mit einem bewegenden Moment begann das Konzert, das laut Kahle als »Programm mit Friedensbotschaft« konzipiert war. Zur ukrainischen Nationalhymne erhob sich das Publikum und blieb natürlich auch bei der folgenden Nationalhymne aus Deutschland stehen und sang mit.

Das Signal des Freiheitsgedankens zog sich nahtlos durch das brillant und mitreißend intonierte Konzert. Immer wieder sorgten Solisten aus den eigenen Reihen für Extra-Applaus, zum Beispiel Trompeter Matthias Müller in Philip Sparkes »Saturday Serenade« oder Gesangssolist Michael Heinlein, der mit zwei tollen Stücken den früh verstorbenen Sänger Roger Cicero in Erinnerung brachte. Ein fulminantes Stück mit musikalischer Strahlkraft stellte auch die sinfonische Dichtung »The Legend of Maracaibo« von José Alberto Pina dar, bei dem das Publikum mit auf die lebendig erzählte große Seefahrt mit Kampf ums Gold ging. Außerdem betrat Ludwig van Beethoven selbst die Bühne in der Räuschberghalle, um gemeinsam mit dem Musikkorps die Mondschein-Sonate an einem extra herbeigebrachten Klavier zu spielen, und mit »Victory« der Gruppe »Two Steps from Hell« brachte das Orchester titelgemäß laut Kahle »den Willen dazu mit nach Alzenau... Sie wissen, wovon ich spreche«.

Einen nicht unerheblichen Teil zum Erfolg des Abends steuerte die sehr unterhaltsame Moderation von Hauptfeldwebel Thomas Hümme-Althöhn bei, der gleich zu Beginn mit einer Beichte zu seiner ersten Straftat (mit zehn Jahren schmuggelte er sich mit dem Ausweis seines älteren Bruders in den Kinofilm »Jurassic Parc«) einen Schmunzler erzielte. Unter den Zugaben war das emotionale »Amazing Grace« (laut Kahle eine »Hymne der Menschenrechte«) , bei dem die Querflötistin mit Herz und Können spielte.

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