Pax Christi rechnet mit Einbußen

Friedensbewegung: Verband appelliert an Bischöfe, Förderungsstopp zurückzunehmen - Treffen in Aschaffenburg

Aschaffenburg
1 Min.

Kommentieren

Sie müssen sich anmelden um diese Funktionalität nutzen zu können.

Der Ver­band der Diöze­sen Deut­sch­land (VDD) hat be­sch­los­sen, ab 2018 die fi­nan­zi­el­le För­de­rung für die in­ter­na­tio­na­le ka­tho­li­sche Frie­dens­be­we­gung Pax Chris­ti ein­zu­s­tel­len. Die­ses The­ma be­herrsch­te die Dis­kus­si­on bei der Voll­ver­samm­lung des Diöze­san­ver­bands Pax Chris­ti am Wo­che­n­en­de im Aschaf­fen­bur­ger Mar­ti­nus­haus.
Wenn diese Gelder gestrichen würden, würden etwa 20 Prozent der zur Verfügung stehenden Mittel wegfallen, heißt es in einer Pressemitteilung von Pax Christi. Diakon Hans-Peter Rauguth habe als Vertreter des Bundesvorstands in Aschaffenburg berichtet, dass damit nicht nur die Arbeit der Geschäftsstelle in Berlin bedroht sei. Es handle sich nach seiner Einschätzung vor allem auch um ein fatales Signal in die falsche Richtung: »Gerade in der gegenwärtigen Situation der Welt müsse die Kirche ihre Anstrengungen für den Frieden verstärken«, wird Rauguth in der Mitteilung zitiert.
Der geistliche Beirat bei Pax Christi Deutschland führte an, dass dies auch Papst Franziskus immer wieder öffentlich gefordert habe. »Die Mitglieder von Pax Christi sowie auch die Diözesan- und Bundesvorstände appellieren eindringlich an die Deutsche Bischofskonferenz, diesen Beschluss zu revidieren und die Friedensarbeit von Pax Christi weiter anzuerkennen und zu unterstützen«, heißt es in der Mitteilung. Auf der Vollversammlung lagen Unterschriftenlisten aus: Man habe auch Verantwortliche im Bistum Würzburg gebeten, die Petition zu unterstützen.
Bei der Vollversammlung wurde der Aschaffenburger Diakon Bernhard Kullmann in den Pax-Christi-Diözesanvorstand gewählt. Er wird sein Amt gemeinsam mit der Diözesanvorsitzenden Martina Reinwald und dem geistlichen Beirat Jürgen Herberich wahrnehmen. Der Platz eines weiteren Vorstandsmitglieds konnte nicht besetzt werden. Ein aus drei Mitgliedern bestehender erweiterter Vorstand unterstützt die Arbeit auf Diözesanebene.
Unterschriften gegen Kürzungen
Auch im kommenden Jahr wolle Pax Christi durch Aktionen vor Ort und auf internationaler Ebene an die Schrecken der Kriege erinnern, sich für Völkerverständigung und Versöhnung einsetzen und »praktisch und handfest mit am Frieden bauen«, wie es heißt.
Am Vormittag der Vollversammlung hatte die Hanauer Ärztin Abir Mangels von ihrem Einsatz in jordanische Flüchtlingslagern berichtet. Unter der Überschrift »Syrien - der vergessene Konflikt« gab sie einen Einblick, wie viel menschliches Leid sich hinter den oft nüchternen Fakten verbirgt, die man in den Nachrichten hört.
Beispiele für das Engagement der Pax-Christi-Gruppen führten auch der Jahresrückblick des Diözesanverbands sowie die Berichte aus den drei Regionalgruppen Main-Rhön, Aschaffenburg und Rottendorf auf. Pax Christi beteiligte sich demnach unter anderem am Würzburger Friedenspreis sowie am Bündnis »Aschaffenburg ist bunt«. Aktivitäten vor Ort »und Kontakte nach Italien, Bosnien Irland ergänzen sich«, wie es in der Mitteilung abschließend heißt. Moni Münch
bInfos im Internet: www.paxchristi-wuerzburg.de
Kommentare

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden
Artikel einbinden
Sie möchten diesen Artikel in Ihre eigene Webseite integrieren?
Mit diesem Modul haben Sie die Möglichkeit dazu – ganz einfach und kostenlos!