Ökologische Energienutzung in Kahl weiter ausbaufähig

Wahlkampf: CSU-Kandidat Udo Hammer entwickelt Ideen

Kahl
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Udo Hammer (im blauen Hemd) erläuterte bei einem Rundgang, wo er Verbesserungsbedarf bei ökologischer Energieerzeugung sieht.
Foto: Michael Hofmann
Wie kann Kahl zur Energiewende beitragen? Um die Frage drehte sich der Vortrag, zu dem Udo Hammer, CSU-Bürgermeisterkandidat, am Freitag in die Festhalle eingeladen hatte.
»Ökologische Stromversorgung aus lokaler Sichtweise« lautete der Titel des Abends, zu dem rund 20 Bürger gekommen waren. .

Hammer arbeitet bei den Stadtwerken Hanau und ist dort Leiter der Abteilung Energiewirtschaft. In einer allgemeinen Einführung erläuterte er, wie der Strommarkt funktioniert.
Den Schwerpunkt legte Hammer jedoch auf die Frage, wie Kahl und seine Bürger den Wechsel zu erneuerbaren Energien beschleunigen können. Im privaten Bereich werde viel getan, stellte er fest, sah aber noch mehr Möglichkeiten. Als Beispiele nannte er den Einsatz von Erdwärmepumpen, Sonnenkollektoren, Energiespargeräten oder Holzpellets-Heizungen.
Auch bei der energetischen Sanierung von Altgebäuden könne noch mehr geschehen.
Nachholbedarf sieht Hammer im öffentlichen Bereich, für den die Gemeinde zuständig ist. So sei zum Beispiel bei der Planung des Dorfplatzes kein Energiekonzept für die vielen um den Platz liegenden Gebäude erstellt worden: »Jedes Haus hat weiter seine eigene Heizung.« Bei der Sanierung der Schwimmhalle 2005 sei kein moderner Brennwertkessel eingebaut worden, und bei der Sanierung des Schwimmbad-Daches seien keine Sonnenkollektoren vorgesehen, kritisierte er.
Hammer plädierte dafür, über neue Energiequellen nachzudenken, »ohne sie gleich als unwirtschaftlich abzuhaken«. Zwei Beispiele dafür: In Kahl werde zwar fleißig Grünabfall gesammelt, doch würde das Altholz zunächst auf die CUP-Deponie gefahren und von dort in ein Kraftwerk nach Fechenheim. »Wir haben also Biomasse schon in Kahl!«
Auch Wasserkraft könne ein Thema sein: Hammer verwies darauf, dass in Hanau seit 1993 ein Laufwasserkraftwerk an der Kinzig stehe, die nicht viel größer als die Kahl sei, und Strom für 200 Haushalte produziere. Eine weitere Möglichkeit seien Blockheizkraftwerke, wie sie bald an der Waldseehalle und an der Kläranlage gebaut werden sollen, so Hammer.
Wie ein ökologisches Energiekonzept für Kahl aussehen könnte, erläuterte der Kandidat in einem abschließenden Rundgang durch Kahl, der vom Dorfplatz über das Rathaus bis zum Campingplatz führte. mgh
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