Noch kein Haushalt am schnellen Netz

Internet: In Daxberg stockt der Glasfaserausbau

Mömbris
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Der Glas­fa­ser-Aus­bau durch die Fir­ma Deut­sche Glas­fa­ser (DG) läuft nicht so sch­nell wie er­hofft - und wie vom Un­ter­neh­men selbst ver­spro­chen. Be­son­ders är­ger­lich ist das für die Dax­ber­ger: Dort ist bis heu­te noch kein Haus­halt ans sch­nel­le In­ter­net an­ge­sch­los­sen.

Im April 2019 hatte der Mömbriser Marktgemeinderat sich für den Ausbau durch die DG entschieden - nach langen Diskussionen. Am 3. April 2020 erhielt Rolf Walze, als einer von vielen Daxbergern, seine Auftragsbestätigung durch das Unternehmen. Bis Juni 2021 war aber noch nichts passiert.

Ein Jahr Verzug

Auf Nachfrage versprach die DG: Die fehlenden Anschlüsse sollten »bis zum dritten Quartal« erfolgen, wohlgemerkt: im Jahr 2021. Nun ist bereits das dritte Quartal 2022 angebrochen, und Main-Echo-Leser Rolf Walze meldet: Es gibt immer noch keinen Anschluss - weder bei ihm noch bei anderen Daxbergern.

Diesmal verzichtet die DG auf Anfrage unseres Medienhauses auf konkrete Ankündigungen. Pressesprecher Dominik Beyer teilt mit: Das Ausbauprojekt Mömbris umfasse vierzehn Ortschaften. Bislang seien etwa 80 Prozent der Tiefbauarbeiten abgeschlossen, und fast 50 Prozent der Kunden seien an die Glasfaserinfrastruktur angeschlossen.

In Daxberg sei der Tiefbau aufgrund der im letzten Sommer gestarteten Sanierungsmaßnahme der Kreisstraße AB10 ins Stocken geraten, schreibt Beyer weiter. Die Aktivierung der Kunden sei »letztlich vom weiteren Fortschreiten dieser Straßensanierung abhängig«, heißt es weiter. Genaue Zeitangaben gibt es auch auf telefonische Nachfragen nicht.

Allerdings lässt Beyer im Gespräch anklingen, dass die Gemeinde für die Verzögerung eine Mitverantwortung trage, weil das Bauamt die notwendigen Aufbruchgenehmigungen nur »sehr zurückhaltend« erteile.

Wissel: »Wir bremsen nicht aus«

Das lässt Bürgermeister Felix Wissel (parteilos) aber nicht gelten: »Wir bremsen nicht aus.« Die Gemeinde achte nur darauf, dass die Umleitungsstrecken aufgrund der Sanierung der Ortsdurchfahrt funktionieren: Dort könne die Deutsche Glasfaser nichts aufmachen.

An anderen Stellen, etwa in Seitenstraßen, könne das Unternehmen sehr wohl arbeiten. Auch könne beispielsweise die Winterpause der Ortsdurchfahrt-Baustelle genutzt werden. Die Ursache der Verzögerung liege wohl eher daran, dass die Deutsche Glasfaser nicht genügend Baukolonnen habe, meint Wissel.

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