Neustart nach langer Schließung in Musikschule Alzenau

Versöhnlicher Abschluss eines schwierigen Schuljahres

Alzenau
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Am Sonntagvormittag hielten sich die 35 Teilnehmer und die 55 Besucher des Schuljahresabschlusskonzertes der Musikschule Alzenau im Kulturforum an alle Hygiene- und Abstandsregeln. Auf dem Foto ist das Cello-Ensemble zu sehen.
Foto: Doris Huhn
»Wenn Sie mich vor zwei Mo­na­ten ge­fragt hät­ten, ob es die­ses Schul­jahr noch ein Kon­zert ge­ben wird, hät­te ich Nein ge­sagt«, Flo­ri­an Hof­mann, Lei­ter der Mu­sik­schu­le Al­zenau, re­det Ta­che­les in sei­ner Be­grüß­ungs­re­de am spä­ten Sonn­tag­vor­mit­tag im Kul­tur­forum.

Nachdem die Einrichtung im Oktober wie immer zum »Musikalischen Auftakt« einladen konnte, musste die Musikschule am 16. Dezember komplett schließen und war seitdem »nur im Sparbetrieb« (Online-Unterricht oder ein paar Wochen Präsenzunterricht in Einzelbetreuung) tätig. »Seit Mitte Juni sind wir annähernd im Regelbetrieb«, fährt Hofmann strahlend fort. Gruppenunterricht fand wieder statt, Ensembles konnten proben, und sogar die Kinder aus dem Elementarbereich durften die Musikschule wieder besuchen. Deshalb machte sich der Leiter mit seinem Lehrerteam an die schwierige Aufgabe, das Jahresabschlusskonzert im Kulturforum zu organisieren.

Er entschuldigte sich vorab dafür, dass einige Besucher nicht gut sehen konnten. Das war aber den erforderlichen Abständen geschuldet. Sowohl die 35 Mitwirkenden als auch die 55 Besucher saßen oder musizierten auf zugewiesenen Plätzen, alle trugen Maske bis auf - logischerweise - die Bläser während ihres Auftritts. Bei Querflöten, so führte Florian Hofmann aus, musste sogar ein Sonderabstand von drei Metern herrschen. Sein Dank galt dem Kollegium für viel Flexibilität und »ohne Murren« erledigte zusätzliche Arbeiten.

Das 80-minütige Konzert lieferte eine perfekte Mischung aus Solisten, Duetten und kleinen Ensembles. Gespielt wurde von Anfängern und »alten Hasen« Musik aus vier Jahrhunderten. Soweit die Eckdaten. Dazwischen lagen jede Menge Spaß am Musizieren und Zuhören.

Für besondere Momente sorgten unter anderem folgende Akteure: Oguzhan Eren Keles (Gesangsklasse Vilma Pigagaite) präsentierte »Lonely« von Justin Bieber und bereitet sich zurzeit (das verriet Hofmann) intensiv auf die »Voice Kids« vor. Eine Uraufführung durfte das Publikum beim Stück »Strandspaziergang« vom Cello-Ensemble unter der Leitung von Christine Lohrmann erleben. Die 2003 geborene Cellistin Marie Kempf hatte nämlich für das Quartett, in dem sie spielt, dieses Stück geschrieben. Die erwachsene Querflötistin Johanna Huber (Tochter der Bibliotheksleiterin Christl Huber) wurde dafür erwähnt, dass sie ihre gesamte Musikausbildung in Alzenau absolviert hat. Und noch zwei Highlights: Gitarren-Lehrer Hofmann lobte seinen Schüler Noel Schweiger dafür, dass er in den Proben das Beatles-Stück »Blackbird« besser drauf hatte als er selbst. Und einen tollen Abschluss bescherte das Saxofon-Quartett von Ute Stock mit dem »Wellerman Shanty« dem Publikum. Es wurde eigens für die Saxofonisten als »Welturaufführung« (Hofmann) von Harald Kullmann arrangiert.

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