Neuer Drive-in für Goldbacher Schüler

Parken ist ein großes Thema

Goldbach
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Der Ver­kehr, und da­bei ins­be­son­de­re die Park­platz­si­tua­ti­on, hat den Haupt- und Fi­nanz­aus­schuss in Gold­bach in sei­ner Sit­zung am Mitt­woch be­schäf­tigt.

Rund um das Gesundheitszentrum und die Apotheke in der Mühlstraße und Frohnwiesenstraße hatten zuletzt Mitarbeiter einer Praxis geklagt, eigene, nahe Parkplätze Patienten zur Verfügung zu stellen, nun aber selbst keine Abstellmöglichkeiten mehr für ihre Fahrzeuge zu finden. Einen recht ungünstig gelegenen Behindertenparkplatz und drei bislang zeitlich befristete Parkplätze am Wendehammer der Frohnwiesenstraße hatte die Gemeinde daraufhin zuletzt unbeschränkt zur Verfügung gestellt, was die Situation schon in einer dreimonatigen Probephase entspannt hat. Die acht Mitglieder des Gremiums sprachen sich folglich dafür aus, diese Regelung beizubehalten.

Aktiv tritt die Gemeinde auch andernorts in Sachen Parkplatzgestaltung in Erscheinung. Nach Fertigstellung der Arbeiten am Parkplatz Ecke Weberborn/Am Wingert dürfen dort nur noch Pkw abgestellt werden, und zwar auf neun Plätzen im östlichen Bereich uneingeschränkt und auf zehn westlichen Stellplätzen mit der Maßgabe, dass dort von Montag bis Freitag zwischen 7 und 14 Uhr nur für zwei Stunden gestanden werden darf. Die Gemeinde will so den Interessen der Anwohner einerseits, aber auch Eltern der zur benachbarten Schule gehenden Kinder andererseits Rechnung tragen. Für die Erziehungsberechtigten wird sogar eine Kurzzeithaltestelle in den nächsten Monaten erprobt. Mit diesem Drive-in soll die Option geboten werden, den Nachwuchs dort ins Auto ein- und auch aussteigen zu lassen.

Ortsfremde Dauerparker weg

Außerdem hatten Anwohner der Mollebuschallee sich beklagt, dass regelmäßig und für mehrere Wochen ortsfremde Autos auf den dortigen öffentlichen Parkplätzen abgestellt würden. Dies ist einerseits rechtlich nicht zu beanstanden, andererseits aber nicht im Interesse der Kommune. Erwogen wurde deshalb, die Parkzeiten einzuschränken. Ein entsprechender Beschluss wurde aber hintangestellt, da sich offenbar diese Problematik in den vergangenen Wochen erledigt zu haben scheint. Entschieden wurde allerdings in derselben Straße, dass auf der westlichen Seite eine Parkzeitenbeschränkung beim Spiel- und Bolzplatz eingeführt wird. Hier darf von Montag bis Freitag zwischen 8 und 14 Uhr nur noch zwei Stunden lang geparkt werden.

Belastende Durchgangsstraße

Diskutiert wurde schließlich die Verkehrslage in der Aschaffenburger Straße. Ein Anwohner hatte beklagt, dass es immer wieder zu gefährlichen Situationen für Verkehrsteilnehmer, vor allem Fußgänger, käme. Deswegen fordert er eine regelmäßige Tempo-Überwachung und besser noch eine Reduzierung der Geschwindigkeit von 50 auf 30 km/h. Außerdem rügt er regelmäßiges Überfahren der Gehwege. Aspekte, die mitunter aber wohl sogar durchaus bewusst gewählt worden sind: So hatte der Gemeinderat wohl damals bei der Ausbauplanung der Straße eine schmale Fahrbahnbreite zugunsten eines 1,70 bis zwei Meter breiten Gehweges beschlossen, um damit eine Verkehrsberuhigung zu erzielen. Gerade wenn zwei große Fahrzeuge, also Lastwager oder Busse etwa, einander begegnen, bleibt diesen nun aber nichts anderes übrig, als auf die Gehwege auszuweichen.

Eine Problematik, die insbesondere Karina Tippe (Grüne) besorgt zurücklässt. Dort Pfosten zur Sicherung des Weges aufzustellen, wäre also aber nicht zielführend. »Wir können den baulichen Zustand jetzt schlecht mehr ändern«, sagte Isabell Prößler aus dem Bürger- und Ordnungsamt schulterzuckend. Außerdem, so fügte sie an, hätten Messungen kaum Überschreitungen der Geschwindigkeit gezeigt. Tatsächlich lag die Durchschnittsgeschwindigkeit bei zwei mehrwöchigen Messungen schon jetzt bei lediglich 34 und 40 km/h. »Die Zahlen haben mich überrascht«, bekannte Peter Bieber (CSU), Inhaber einer Fahrschule.

Elke Brandl (FWG) fragte derweil, ob sich denn Fußgänger wegen einer Gefährdung beschwert haben, was die Verwaltung allerdings verneinte. Der Ursache sei man dennoch auf der Spur. Die Grundschwierigkeit sei doch, so sagte Herbert Rettinger (SPD), der Verkehr nehme zu und die Autos würden breiter. Außerdem, so ergänzte Paul Mann (CSU), sei das Problem, dass Fahrer immer rücksichtsloser würden. Hier allerdings könne selbst der Haupt- und Finanzausschuss keine Hilfe leisten.

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