Nachhaltiger Holzbau soll 110 Kindern in Aschaffenburg-Nilkheim Platz bieten

Spatenstich für Neubau Kindertagesstätte Anwandeweg

Aschaffenburg
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Beim Spatenstich für die Kita: Pfarrer Markus Geisendörfer, Architektin Eva Menges, Oberbürgermeister Jürgen Herzing, Bürgermeisterin Jessica Euler, Baureferent Dirk Kleinerüschkamp und der Leiter des Hochbauamtes Walter Hartmann (von links).
Foto: Ralf Hettler/Stadt Aschaffenburg
Ab Herbst 2022 wird im Nilk­hei­mer Neu­bau­ge­biet An­wan­de­weg ei­ne neue sechs­grup­pi­ge Kin­der­ta­ges­stät­te (Ki­ta) zur Ver­fü­gung ste­hen, die auch in­k­lu­si­ve Ki­ta- und Krip­pen­plät­ze an­bie­tet. Zu­sätz­lich in­te­griert wird ein Fa­mi­li­en­stütz­punkt für den Stadt­teil Nilk­heim. Da­für er­folg­te am Frei­tag nun der ers­te Spa­ten­stich - aus In­fek­ti­ons­schutz­grün­den nur mit ge­la­de­nen Gäs­ten, wie die Stadt Aschaf­fen­burg mit­teilt.

Die Kita soll der Mitteilung zufolge als Holzbau auf einer betonierten Bodenplatte errichtet werden. Mit dem Holzbau liege der Fokus auf natürlichem und nachhaltigem Bauen. Die Stadt teilt auch mit, wie das Bauwerk aussehen soll: »Ein kompakter, winkelförmiger Baukörper öffnet sich nach Nord-Osten hin zum großen Freibereich des Neubaugebietes und formuliert mit einer geschlossenen und raumbildenden Seite den städtebaulichen Abschluss nach Südwesten zur Quartiersmitte.« Die 1200 Quadratmeter Nutzfläche bietet Platz für 110 Kinder und verteilt sich auf zwei Stockwerke. Im Erdgeschoss befinden sich die Kinderkrippe, der Verwaltungsbereich sowie der Mehrzweck- und Essensraum. Im Obergeschoss sind die Gruppenräume für die Kitakinder sowie Therapieräume für die inklusive Kinderhilfe untergebracht. Der Haupteingang erfolgt von Süden vom neuen Quartiersplatz aus.

Fotovoltaik und Wärmepumpe

Wie es weiter in dem Schreiben heißt, werde die Kita als Passivhaus konzipiert. Die benötige Primärenergie werde zum großen Teil durch die Fotovoltaikanlage auf dem Flachdach erzeugt. Die Raumluft soll in Lüftungsgeräten auf dem Flachdach vorkonditioniert und über die Zwischendecke in die Räume verteilt werden. Die Wärmeerzeugung für die Fußbodenheizung erfolge über ein Heizaggregat mit einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe, mit der das Gebäude im Winter beheizt und im Sommer bei Bedarf gekühlt werden kann. Die Freianlagen sollen naturnah angelegt werden, mit Hügelbildung, robustem Rasen und Spielinseln. Die Ränder sollen als »Dschungel« ausgebildet werden. Alle Gruppenräume haben einen überdachten Außenbereich, der auch bei schlechtem Wetter genutzt werden kann. Der Spielbereich der Krippenkinder wird geschützt direkt am Gebäude angeordnet und mit einem Lattenzaun abgetrennt. Die Spielbereiche für die größeren Kinder haben mehr Freiräume, zum Beispiel eine Bobby-Car-Bahn und den Dschungel.

Für die Planung war 2019 ein Architektenwettbewerb europaweit ausgelobt worden. Der Vorschlag des Büros Menges Scheffler Architekten aus Frankfurt wurde dabei mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Der Haupt- und Finanzsenat hatte das Frankfurter Architekturbüro im Dezember 2019 mit der Planung beauftragt. Die Gesamtkosten sind mit 7,03 Millionen Euro veranschlagt. Die Regierung von Unterfranken stellte bisher eine Förderung in Höhe von 1,74 Millionen Euro in Aussicht. Die Trägerschaft der neuen Kindertagesstätte übernimmt die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Aschaffenburg St. Lukas.

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