Mobilfunk: Experten sollen informieren

Stadtrat: Anlieger lehnen 38-Meter-Mast der Telekom an der Eckertsmühle ab - Herzing: »Die Bürger ernst nehmen«

Aschaffenburg
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Die Mobilfunkmasten in der Stadt sollen Nachwuchs bekommen, was für Kritik sorgt: Die Telekom will einen fast 38 Meter langen Mast auf dem Gelände einer Zimmerei in der Nähe der Eckertsmühle errichten. Die Fotos zeigen bestehende große Masten in der Stadt (von links): in der Strietwaldsiedlung am Sportplatz Adlerstraße und an der Großostheimer Straße. Auch der Schornstein des ehemaligen Bayernwerks im Hafen hängt voller Mobilfunkantennen. Fotos: Björn Friedrich, Harald Schreiber (1)
Foto: © Harald Schreiber
Die Mobilfunkmasten in der Stadt sollen Nachwuchs bekommen, was für Kritik sorgt: Die Telekom will einen fast 38 Meter langen Mast auf dem Gelände einer Zimmerei in der Nähe der Eckertsmühle errichten. Die Fotos zeigen bestehende große Masten in der Stadt (von links): in der Strietwaldsiedlung am Sportplatz Adlerstraße und an der Großostheimer Straße. Auch der Schornstein des ehemaligen Bayernwerks im Hafen hängt voller Mobilfunkantennen.
Foto: Björn Friedrich, Harald Schreiber (1)
Die Mobilfunkmasten in der Stadt sollen Nachwuchs bekommen, was für Kritik sorgt: Die Telekom will einen fast 38 Meter langen Mast auf dem Gelände einer Zimmerei in der Nähe der Eckertsmühle errichten. Die Fotos zeigen bestehende große Masten in der Stadt (von links): in der Strietwaldsiedlung am Sportplatz Adlerstraße und an der Großostheimer Straße. Auch der Schornstein des ehemaligen Bayernwerks im Hafen hängt voller Mobilfunkantennen. Fotos: Björn Friedrich, Harald Schreiber (1)
Foto: Bjoern Friedrich
Die Stadt plant für den Herbst ei­ne Ex­per­ten­an­hör­ung zum The­ma Mo­bil­funk. Ak­tu­el­ler Hin­ter­grund ist der St­reit über ei­nen fast 38 Me­ter ho­hen Mast der Te­le­kom, der am Häs­bach süd­lich der Eckerts­müh­le auf ei­nem Fir­men­ge­län­de ent­ste­hen soll.
Bei einem Gespräch mit Anliegern, die den Bau alle ablehnen, musste Bürgermeister Jürgen Herzing (SPD) eigenen Angaben zufolge feststellen, dass es an verlässlichen Informationen über die Auswirkungen solcher Masten fehlt.
Ausgangslage hat sich geändert
ÖDP-Stadtrat Bernhard Schmitt - stellvertretender Vorsitzender des Vereins »AB jetzt richtig mobil«, der für für Gesundheitsschutz beim Mobil- funk eintritt - hatte vergangene Woche im Stadtrat eine Expertenanhörung im Umwelt- und Verwaltungssenat beantragt. Seine Begründung: Bei zurückliegenden Veranstaltungen seien zwar immer viele Bürger dabei gewesen, nur Stadträte hätten sich rar gemacht.
Außerdem habe sich die Ausgangslage geändert. Es gebe ein aktuelles Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes, das Kommunen auch unterhalb der gültigen Grenzwerte mehr Einspruchsmöglichkeiten schaffe.
Herzing machte im Stadtrat jedoch deutlich, dass das Thema sehr viel mehr Zeit benötige, als der Senat einräumen könne. »Wir wollen die Bürger ernst nehmen. Sie sollen nicht nur als Statisten auf der Tribüne des Rathauses sitzen.« Auf ein grundlegendes Problem wies SPD-Fraktionschef Wolfgang Giegerich hin. »Wo sind denn eigentlich die richtigen Experten?« Überwiegend seien sie derzeit Teil eines Lagers in der Auseinandersetzung, verträten bestimmte Interessen.
Amtsleiter: Genehmigungsfähig
Dieser Schwierigkeit ist sich Marc Busse, Leiter des Amtes für Umwelt- und Verbraucherschutz, offenbar bewusst. Er erklärte im Stadtrat: »Wir sind als Stadt zur Neutralität verpflichtet und wollen daher bei der Anhörung pro und kontra zu Wort kommen lassen.« An einer Tatsache ließ Bürgermeister Herzing aber keinen Zweifel: Der Mast, dessen Bauantrag seit September 2013 bei der Stadt liegt, sei in der jetzigen Form genehmigungsfähig.
Bauantrag zurückgestellt
»Wir könnten das sofort so durchwinken.« Sollte die Telekom gegen die Stadt klagen, würde sie aller Voraussicht nach gewinnen. Trotzdem hat das Plenum des Stadtrates den Bauantrag jetzt erneut zurückgestellt.
Die Hoffnung gründet sich jetzt auf die durch das Gerichtsurteil entstandenen möglichen neuen Chance n auf Einfluss. Die Anhörung soll auch darüber Klarheit schaffen. Klaus Gast
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