Mittagsbetreuung künftig im Untergeschoss der Schule

Gemeinderat: Krombacher Haushalt einstimmig gebilligt

Krombach
2 Min.

Kommentieren

Sie müssen sich anmelden um diese Funktionalität nutzen zu können.

Die Er­wei­te­rung des Kin­der­gar­tens, die Ein­rich­tung der Mit­tags­be­t­reu­ung in der Grund­schu­le, die Er­sch­lie­ßung des Neu­bau­ge­biets Och­sen­grund und die Um­stel­lung der Stra­ßen­be­leuch­tung auf LED sind heu­er die größ­ten Vor­ha­ben der Ge­mein­de Krom­bach.

Dazu passt der Etat für das laufende Haushaltsjahr, den Kämmerer Florian Hellenthal am Dienstagabend im Gemeinderat als »voluminös« bezeichnete, weil allein die Vermögensseite auf 5,3 Millionen Euro (alle Zahlen gerundet) festgesetzt worden sei. Basierend auf allen bereits gefassten Beschlüssen seien das fast zwei Millionen Euro mehr als im Vorjahr (siehe »Im Überblick«).

Erstmals seit 2005 Kredit

Wenn alles wie geplant realisiert werde, müssten nicht nur die 1,6 Millionen Euro Rücklagen entnommen werden. Überdies wäre erstmals seit 2005 wieder ein Kredit, geplant sind eine Million Euro, notwendig.

Die Rücklagen sollen aber laut Hellenthal bis 2025, also bis zum Ende des aktuellen Finanzplanungszeitraums, wieder steigen und die jeweilige Mindestzuführung zum Vermögenshaushalt sei gewährleistet. Außerdem hätten sich die Gewerbesteuern während der Corona-Pandemie positiver entwickelt als erwartet, so dass dieser Ansatz heuer etwas höher sei als im Vorjahr.

»Kein finanzielles Risiko«

»Wir gehen kein finanzielles Risiko ein«, fasste Bürgermeister Peter Seitz (UB) das Zahlenwerk zusammen, das einstimmig gebilligt wurde.

Für die Kinder, so führte er weiter aus, sei bereits viel getan worden. Als Beispiel nannte er die Sanierung der alten Schule. Sie sei erfolgt, damit dort eine Regelgruppe einziehen konnte, um im Kindergarten Platz zu machen für eine weitere Krippengruppe.

Mit der Mittagsbetreuung soll es weitergehen, wobei zunächst der Hort im Untergeschoss der Grundschule eingerichtet werden soll. Dafür soll der Werkraum vom Untergeschoss in ein leeres Klassenzimmer im Erdgeschoss umziehen, damit die dann drei leeren Räume im Untergeschoss mit ihren insgesamt rund 145 Quadratmetern Platz bieten können für etwa 40 Kinder. Hintergrund dafür ist laut Seitz, dass derzeit 36 Kinder im Hort im Kindergarten betreut werden. Wegen der steigenden Anzahl an Kindergartenkindern müssten aber auch sie baldmöglichst Platz machen.

Neubau nötig?

Auf lange Sicht, insbesondere wenn ab 2025/26 die Ganztagsbetreuung zur Pflicht werde, könnte sogar der Neubau eines eigenen Gebäudes notwendig werden. Weil dann das Untergeschoss in der Grundschule wieder leer stünde, soll dieser Bereich schon mit dem Einzug der Mittagsbetreuung in sich abgeschlossen werden.

Das Gremium stimmte einem separaten Eingang, einer eigenen Toilettenanlage und einer Küchenzeile zu. Dadurch könnte dieser Bereich später vielleicht auch als neuer Jugendraum genutzt werden.

Container für Bauhof

Ferner soll für die Bauhofmitarbeiter kurzfristig etwas getan werden. Da sie personelle Verstärkung bekommen sollen und die Räumlichkeiten im Bauhof dadurch noch beengter würden als bisher schon, beschloss der Rat, einen sechs mal zweieinhalb Meter großen Aufenthaltscontainer anzuschaffen. Die Kosten wurden auf etwa 10.000 Euro beziffert. Als Anlass für die Personalaufstockung nannte der Rathauschef unter anderem den Wegfall der Straßenausbaubeträge: »So ein großes Projekt wie die jetzt fertige Borngasse können wir nicht jedes Jahr umsetzen.« Stattdessen sollte der Bauhof »fit gemacht werden«, damit das Augenmerk künftig mehr auf Straßenausbesserungen gerichtet werden könnte.

Im Überblick: Eckdaten des Krombacher Haushalts 2022

Verwaltungsteil (laufende Kosten): 4 Millionen Euro (Vorjahr: 3,7 Millionen)

Vermögensteil (Investitionen): 5,3 Millionen Euro (3,7 Millionen Euro)

Schuldenstand zum Ende des Jahres (ohne Kreditaufnahme): 450.000 Euro (504.000 Euro)

Geplanter Kredit: 1 Million Euro

Rücklagen: 1,6 Millionen Euro

Wichtigste Einnahmen Verwaltungsteil: Anteil Einkommensteuer 1,4 Millionen Euro (1,3 Millionen Euro), Schlüsselzuweisungen 732.000 Euro (628.000 Euro), Gewerbesteuer 400.000 Euro (300.000 Euro)

Wichtigste Ausgaben Verwaltungsteil: Kreisumlage 931.000 Euro (947.000 Euro), VG-Umlage 339.000 Euro (345.000 Euro), Umlage Grundschulverband 230.000 Euro (236.000 Euro), Umlage Mittelschulverband 59.000 Euro (57.000 Euro)

Wichtigste Investitionen: Kindergartenerweiterung 3 Millionen Euro bis 2023, Neubaugebiet Ochsengrund 3,5 Millionen bis 2024, Breitbandausbau (Höfebonus) 617.000 Euro bis 2023, Borngasse (Restkosten) 324.000 Euro, Herstellung Gehwege 100.000 Euro, Dorferneuerung (Vorbereitungsplanung Radweg) 90.000 Euro, Straßenbeleuchtung (Umrüstung auf LED) 88.000 Euro, Mittagsbetreuung im Schulhaus 70.000 Euro. ()

Kommentare

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden

Artikel einbinden
Sie möchten diesen Artikel in Ihre eigene Webseite integrieren?
Mit diesem Modul haben Sie die Möglichkeit dazu – ganz einfach und kostenlos!