Mit der Correspondenzkarte hat es 1870 begonnen

150 Jahre Postkarte: Das Bachgaumuseum in Großostheim zeigt in einer Ausstellung eine kleine Sammlung historischer Bildergrüße

Großostheim
< 1 Min.

Kommentieren

Sie müssen sich anmelden um diese Funktionalität nutzen zu können.

Karlheinz Ostheimer (links) und George Schriever vom Geschichtsverein Bachgau würdigen in einer Ausstellung die Postkarte, die 150 Jahre alt wird. Foto: Bernd Hilla
Foto: rw-system
»An­ne­ma­rie, wo geht die Rei­se hin?« Das ist in Süt­ter­lin auf ei­ner Post­kar­te aus den 1930er-Jah­ren zu le­sen. Zum 150-jäh­ri­gen Ju­bi­läum der Post­kar­te ha­ben Karl­heinz Ost­hei­mer und Ge­or­ge Schrie­ver im Bach­gau­mu­se­um ei­ne klei­ne Aus­stel­lung zu­sam­men­ge­s­tellt, die im Trep­pen­auf­gang in Vi­tri­nen zu se­hen ist.

Aus dem umfangreichen Fundus der Geschichtsvereins Bachgau gibt es aus jeder Epoche typische Exemplare zu sehen. Schriever hat aus eigenem Bestand auch lustige Exemplare beigesteuert. Angefangen hatte der Siegeszug der »Correspondenzkarte« im Juli 1870, als das Königreich Bayern sich der Einführung durch den Norddeutschen Bund anschloss. Initiator war der berühmte Generalpostmeister Heinrich Stephan. Wenige Zeit später schlossen sich andere Fürstentümer an.

Zur Verbreiterung trugen auch die Kriege bei. Zum ersten Mal schrieben Soldaten und ihre Angehörigen sich im deutsch französischen Krieg 1870/ 71 millionenfach kostenlose Feldpostkarten. Das war in den beiden darauffolgenden Weltkriegen nicht anders. Diese reinen Textpostkarten konnten auf der Rückseite beschrieben werden.

Interessant sind vor allem die Bildpostkarten mit unterschiedlichen Motiven, darunter auch welche mit Jux-Motiven. Die Postkarte musste allerdings neu in Adressfeld und Absender eingeteilt werden, so dass für Mitteilungen nicht viel Platz blieb. So wurde einfach in das Bild hineingeschrieben.

Am beliebtesten wurden Ansichtskarten aus dem Urlaub. Das hat heute im Zeichen des Internet mit E-Mails, Facebook & Co. deutlich nachgelassen. Aber vom Aussterben kann keine Rede sein, denn im Jahr 2018 wurden im Bereich der Deutschen Post noch 155 Millionen Karten verteilt. Vor drei Jahren hat Wolfgang Loh eine Edition von zehn Postkarten mit künstlerisch gestalteten Motiven aus Großostheim herausgegeben. Sie kann in der Ausstellung erworben werden.

bÖffnungszeiten: jeden Sonntag von 14 bis 17 Uhr

Kommentare

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden

Artikel einbinden
Sie möchten diesen Artikel in Ihre eigene Webseite integrieren?
Mit diesem Modul haben Sie die Möglichkeit dazu – ganz einfach und kostenlos!