Montag, 17.01.2022

Main-Echo.tv: Pandemie-Sorge in Deutschland - Wie ist die Situation bei uns im Mainviereck?

Nachgefragt bei Herzing, Scherf, Legler und Sitter

Aschaffenburg/Miltenberg/Karlstadt
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So schnell hat sich die Corona-Lage gedreht.

Video-Report Teil 1:

Corona-Sorge in Deutschland: Wie sieht es in unserer Region aus?
Quelle: Manuela Klebing, Ralf Hettler

Video-Report Teil 2:

Teil 2: Pandemie-Sorge - Die Gegenstrategie und ein Blick in die Kreise Aschaffenburg und Main-Spessart
Quelle: Manuela Klebing

Bundesweit werden derzeit rund 3000 Patienten auf Intensivstation behandelt, die Hälfte davon ist auf künstliche Beatmung angewiesen. Die Zahl der Neuinfektionen ist weiter so hoch wie noch nie, die Inzidenzen liegen so hoch wie nie. Vor allem in Bayern, hier ist seit einigen Tagen erneut der Katastrophenfall ausgerufen.

Wie sieht es bei uns vor Ort aus? Was läuft an, um die vierte Welle einzudämmen?

Wir haben mit Jürgen Herzing, Oberbürgermeister der Stadt Aschaffenburg, gesprochen, mit Alexander Legler, Landrat im Kreis Aschaffenburg, Jens Marco Scherf, Landrat im Kreis Miltenberg, und Sabine Sitter, Landrätin im Kreis Main-Spessart.

Die Stadt Aschaffenburg hat hier bei uns im Mainviereck derzeit den höchsten Inzidenzwert von mehr als 350 (Stand 13.11.2021). Oberbürgermeister Jürgen Herzing sagt, es gebe keinen Hotspot, das Infektionsgeschehen sei diffus, Kindergärten, Betriebe, Familien seien gleichermaßen betroffen.

Im Klinikum Aschaffenburg-Alzenau ist die Lage angespannt, das sagen Herzing und auch Alexander Legler, Landrat im Kreis Aschaffenburg. Noch müsse zum Glück keiner abgewiesen werden, so Herzing.

Seit Ausrufung des Katastrophenfalls hat sich der bayerische Untermain auch im Rettungsdienst weiter gebietsübergreifend organisiert, um etwa Transporte sicher stellen zu können.

* Impfen: Wichtiger Pfeiler auch im Mainviereck, um der vierten Welle entgegenzutreten: Die Kapazität der Impfzentren in Hösbach, Miltenberg und Marktheidenfeld wird wieder hochgefahren, um weitere Erst-, Zweit- und Booster-Impfungen geben zu können - parallel zu den Impfungen bei den Hausärzten.  Anmeldung ist nötig; da die Kapazitäten erst wieder aufgebaut werden müssen, dauert die Terminvergabe. Mobile Impfteams sind ebenfalls im Einsatz.

* Kostenlose Schnelltests: Die Testzentren etwa auf dem Aschaffenburger  Volksfestplatz und in Wörth bieten wieder kostenlose Tests an.   Auch hier bitten die Organisatoren um  Anmeldung erreichbar.  Auch der Schnelltest-Bus im Kreis Aschaffenburg soll wieder touren.

* Kontrollen: Gastronomie und Veranstalter werden von Polizei und Gewerbeamt verstärkt kontrolliert, ob Regeln eingehalten werden und Impfnachweise echt sind.


In Kreis Main-Spessart seien bereits alle Bewohner von Seniorenheimen unter der Trägerschaft des Landkreises mit der Booster-Impfung - soweit sie es wollten - versorgt, so Landrätin Sabine Sitter gegenüber unserem Medienhaus: "Wir wissen, wie eine heftige Welle leider aussieht, das mussten wir genau vor einem Jahr schmerzlich in den Senioreneinrichtungen erfahren."  Hier war damals sogar die Bundeswehr im Einsatz, um den Betrieb aufrecht erhalten zu können.

Ab Dienstag gilt in Bayern in Gastronomie und Hotels 2G, in Clubs 2G+. Die Ampel-Fraktionen in Berlin denken bereits über bundesweite Kontaktbeschränkungen nach, ein Lockdown für Ungeimpfte scheint möglich zu sein.

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