Lebenshilfe Aschaffenburg zeigt Film »Menschsein« - Bewegender Appell für Inklusion

Dokumentation: Den Menschen auf Augenhöhe begegnen

Aschaffenburg
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Der Mensch steht im Mittelpunkt: Im Logo der Lebenshilfe, auf das Selma Mattern beim Themenabend im Casino zeigt, wie auch im Film "Menschsein" von Dennis Klein.
Foto: Cornelia Müller
Die­ser Film hat Ein­druck hin­ter­las­sen: Die Ki­no-Do­ku­men­ta­ti­on »Mensch­sein« von Den­nis Klein hat­te die Le­bens­hil­fe Aschaf­fen­burg in den Mit­tel­punkt ih­res The­men­a­bends am Di­ens­tag ge­s­tellt. Am in­ter­na­tio­na­len Tag der Men­schen mit Be­hin­de­rung wur­de der be­we­gen­de Ap­pell für In­k­lu­si­on und men­schen­wür­di­ges Le­ben vor meh­re­ren tau­send Zu­schau­ern in ganz Deut­sch­land ge­zeigt, dar­un­ter auch im Ca­si­no-Ki­no vor et­wa 100 Be­su­chern.

Pädagoge und Filmemacher Dennis Klein, der nach eigener Aussage »als Kind Angst vor Menschen mit Behinderung hatte«, war für seine anderthalbstündige Dokumentation unter der Regie von Oliver Stritzke in 23 Länder auf sechs Kontinenten gereist. Mehr als ein Jahr lang begleitete Klein mit seiner Kamera weltweit Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die zum Teil mit schwersten Behinderungen ihr Leben meistern. Ganz nahe kommt er ihnen, zeigt deren oft ärmlichste Lebensumstände in den Townships von Südafrika, in Vietnam, Südamerika oder im australischen Outback. Vielerorts werden die Menschen mit Behinderung unzureichend gefördert, ausgeschlossen, gar versteckt, sind gefangen im Kreislauf von Perspektivlosigkeit und Armut. Doch es sind auch viele hoffnungsfrohe, ermutigende Begegnungen dabei. Beispielsweise, wenn Klein Physiotherapeutinnen in Indien begleitet, die lange Wege auf sich nehmen, um ihre Patienten in abgelegenen Dörfern zu behandeln.

Lebensbejahende Einstellung

Was heraussticht, ist die trotz aller Einschränkungen optimistische, lebensbejahende Einstellung der gefilmten Menschen mit Behinderung: Sie strahlen Herzlichkeit, Wärme, Zufriedenheit aus. Den Menschen auf Augenhöhe zu begegnen, ihnen die Chance zu geben, selbst für ihren Lebensunterhalt zu sorgen, ist ein wichtiges Anliegen des Films.

»Wer sind wir füreinander? Was sagt unser Umgang miteinander über uns alle aus?« - diese Fragen stellte auch Selma Mattern von der Lebenshilfe zu Beginn. Menschen mit Behinderung, Mitarbeiter, Ehrenamtliche, Vertreter aus Vereinen und Institutionen, die mit der Lebenshilfe arbeiten, saßen im Publikum.

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