Künstlerisches Spiel mit Promi-Kult

Schau:»Sunset«-Ausstellung des Schweizer Künstlers Yves Scherer im Wiesener Jagdschloss eröffnet - Noch bis 25. Mai

Wiesen
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Kuwi-Mitglied Philip Müller aus Frankfurt auf dem Sofa der Sunset- Hotellobby im Wiesener Jagdschloss. Hinten: Friedrich Gräfling betrachtet ein Werk des Künstlers Yves Scherer. Bildunterschrift 2019-03-19 --> Kuwi-Mitglied Philip Müller auf dem Sofa, Friedrich Gräfling betrachtet ein Werk des Künstlers Yves Scherer. Foto: Doris Pfaff
Foto: Doris Pfaff
In der Ho­tel­lob­by fin­den sich Por­träts und In­stal­la­tio­nen hin­ter Ple­xi­glas. Ein Stock­werk wei­ter oben: Ein Gips-Lie­bes­paar hängt auf ei­nem ge­fälsch­ten Pelz an der Schlaf­zim­mer­wand.

Im Flur nebenan sitzt Emma Watson, bekannt geworden in der Rolle der Hermine Granger in den Harry-Potter-Verfilmungen, als unschuldige nackte kleine weiße Skulptur auf einer Kommode.

Der Schweizer Yves Scherer treibt in seiner ersten Einzelausstellung im Wiesener Jagdschloss ein Spiel mit Celebrities und Promi-Kult.

Fünf Räume gestaltet

Der in New York lebende Künstler weilte im Winter für einige Tage in der Spessartgemeinde. Fünf Räume hat er während dieser Zeit im Schloss gestaltet, in dem der von Friedrich und Johanna Gräfling (Frankfurt) in 2014 gegründete Kunstverein Wiesen (KuWi) sein Zuhause hat.

25 Besucher

Unter dem Titel »Sunset« wurde am Samstag vor etwa 25 Besuchern, die meisten aus dem Raum Frankfurt, eine neue Ausstellung eröffnet. Scherer greift darin die Historie und Funktion des aus dem 16. Jahrhundert stammenden Jagdschlosses auf, um diese dem Chateau Marmont in Los Angeles gegenüberzustellen.

Ähnlich wie in dem berühmt- berüchtigten Hotel am Sunset Boulevard ranken sich Mythen und Legenden um das Wiesener Schloss und dessen ehemalige Gäste. Fasziniert von Celebrity-Kultur und Paparazzi-Wahnsinn, ließ Scherer Gerüchte und Märchen verschmelzen, formte mit Licht, Farbe, Stoffen, Requisiten aus Möbeln, Teppichen und Kreationen ein Gesamtkunstwerk. Beim Weg durch das Gebäude, das vor etwa 25 Jahren von der Familie Gräfling aus Aschaffenburg gekauft wurde und seitdem restauriert wird, schlüpft der Betrachter unweigerlich in die Rolle des obsessiven Fans.

»Ganz nah zum Anfassen«

»Ganz nah zum Anfassen« seien immer wieder die Ausstellungen im Jagdschloss, freut sich Kaffeehändler Philip Müller (Frankfurt), der zum 62 Mitglieder zählenden KuWi gehört.

Yves Scherers Ausstellung Sunset, die durch die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia ermöglicht wurde, ist noch bis 25. Mai zu sehen.

bInfo und Kontakt:Info@kunstverein-wiesen.de

Hintergrund

Kuwi-Mitglied Philip Müller auf dem Sofa, Friedrich Gräfling betrachtet ein Werk des Künstlers Yves Scherer. Foto:

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