Korrekturen bei Goldbacher Schwimmbadsanierung

Goldbach
1 Min.

Kommentieren

Sie müssen sich anmelden um diese Funktionalität nutzen zu können.

Mehr zum Thema: Waldschwimmbad Goldbach
Ar­chi­tekt Mat­thias Mar­hö­fer hat in der Sit­zung des Gold­ba­cher Ge­mein­de­rats am Frei­ta­g­a­bend trotz al­lem Zu­ver­sicht aus­ge­strahlt. Da­bei hat er ei­ne bö­se Über­ra­schung ver­kraf­ten müs­sen. Die Be­stands­plä­ne des Wald­schwimm­bads in Gold­bach ge­ben die wir­k­li­che La­ge ganz of­fen­sicht­lich nicht wie­der.

Daher sind die bisherigen Planungen bezüglich der zu sanierenden Schwimmbecken nicht direkt umsetzbar. Der Vertreter der BZM-Architekten aus Wiesbaden meinte dennoch: »Jeder Schock birgt immer auch Chancen für Gutes in sich.«

Im Gemeinderat meinte man, sich daran erinnern zu können, bei einem letzten Umbau sehr kurzfristig eine andere Lösung bevorzugt zu haben, zu der es offensichtlich keine Aufzeichnungen gibt.

Nun bereitet der Beckenkopf Sorgen. Der Beckenkopf ist der Bauteil zwischen Schwimmbecken und Beckenumgang. Weil seine Höhe nicht passt, kann die Edelstahlwanne nicht wie geplant eingebracht werden. Was also tun? Der Architekt aus der hessischen Landeshauptstadt hatte allerdings eine Lösung mitgebracht, die Bürgermeister Thomas Krimm (FW) und einigen der Räte sogar mehr als die alte zusagt. Er will den Beckenkopf zum Teil anheben, so dass die Wanne dann doch untergebracht werden kann.

Während zum Hang hin keine Änderungen erforderlich sind, soll in Richtung Tal und der Gebäude der Beckenkopf auf 45 Zentimeter über den Umgang angehoben werden. Diese Erhöhung könne durchaus als Sitzbereich dienen, erläuterte der Fachmann.

Barrierefreier Zugang

Außerdem erlaube die neue Ausführung einen barrierefreien Zugang, ergänzte Bürgermeister Krimm. Auf die Kosten hätte die neuerliche Planung wohl keinen Einfluss, erfuhr Marius Mann (CSU). Die Meinungen unter den 20 Gemeinderäten waren recht kontrovers, ob man optisch und praktisch profitiert oder nicht.

»Scheußlich«, äußerte Paul Mann (CSU), während Heinrich Schwind (Grüne) es als »nicht klobig« und vielmehr die Sicherheit steigernd betrachtete. Andreas Parr (SPD), der sich ebenfalls mit der neuen Lösung eher als mit der bisherigen anfreunden konnte, brachte es schließlich auf den Punkt: »Wir müssen eben jetzt die neuen Maße berücksichtigen und dann das Beste daraus machen. Über Geschmack lässt sich immer streiten.« Gleichzeitig wurden am Abend viele Detailfragen diskutiert, die vor allem den Übergang ins Wasser betrafen.

Schließlich stimmen dann alle, bis auf Katja Bieber (CSU), für die Planänderungen. In der vorherigen Diskussion hatte sie sich besonders darüber Gedanken gemacht, ob es ein Geländer für die Stufe hin zum Becken braucht, wie man die Startblöcke gestalten könnte und wie gefährlich denn nasse Rampen sind. Architekt Matthias Marhöfer hatte sie zu beruhigen versucht und auf Erfahrungen mit solchen Becken verwiesen.

ANDREAS MÜLLER
Kommentare

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden

Artikel einbinden
Sie möchten diesen Artikel in Ihre eigene Webseite integrieren?
Mit diesem Modul haben Sie die Möglichkeit dazu – ganz einfach und kostenlos!