Klinikum Aschaffenburg-Alzenau beteiligt sich an bundesweitem Hantavirus-Register

Medizin: Infektionen drohen beim Aufräumen von Keller und Schuppen - 2021 mehr als 40 Patienten behandelt

Stadt und Kreis Aschaffenburg
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Das Kli­ni­kum Aschaf­fen­burg-Al­zenau hat zu Be­ginn der Früh­jahrs­putz­sai­son dar­auf hin­ge­wie­sen, auf die Be­hand­lung des Han­ta­vi­rus spe­zia­li­siert zu sein. Das Kran­ken­haus sei Grün­dungs­mit­g­lied des Re­gis­ters Han­ta Reg, das von der Uni­ver­si­täts­k­li­nik Köln an­ge­sto­ßen wor­den sei, heißt es in ei­ner Mit­tei­lung. Im ver­gan­ge­nen Jahr hat­te das Kli­ni­kum mehr als 40 Pa­ti­en­ten be­han­delt, die sich mit dem Han­ta­vi­rus in­fi­ziert hat­ten. Die Re­gi­on gilt als Ri­si­ko­ge­biet für den Er­re­ger, den Na­ge­tie­re über­tra­gen.

Die Viren kommen unter anderem in Mäusen und Ratten vor, die nicht erkranken, sondern dem Erreger als Wirt dienen. Die Tiere scheiden die Erreger über Kot, Urin und Speichel aus, wo die Viren über mehrere Tage infektiös bleiben. Räumt nun ein Haus- oder Gartenbesitzer seinen Keller oder Schuppen auf und wirbelt dabei Staub mit Mäusekot ein, besteht Ansteckungsgefahr.

"Die Infektion äußert sich zunächst durch grippeähnliche Symptome wie Glieder- und Kopfschmerzen und befällt schließlich die Nieren", erläutert Stefan Büttner, der die Nephrologie (Nierenlehre) am Klinikum Aschaffenburg-Alzenau leitet. Die Folge: Patienten scheiden weniger Urin aus, der Körper lagert Flüssigkeit ein. Oft deuteten auch Einblutungen, die wie flohbissartige, kleine rote Punkte aussehen, auf eine Infektion hin. Wer sich infiziert hat, müsse dringend medizinisch versorgt werden, um einem Nierenversagen vorzubeugen.

Das Klinikum sei als Gründungsmitglied der Plattform Hanta Reg auf die Behandlung der Infektion spezialisiert. Hanta Reg dokumentiere alle deutschlandweit auftretenden Hantavirus-Infektionen. Die Daten bilden den Angaben zufolge die Grundlage für die Erforschung der Krankheit, die sich, begünstigt durch den Klimawandel, immer weiter ausbreitet.

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