»Klares Nein« zur Atomkraft hörbar machen

Rad-Demo: 60 Teilnehmer starten am früheren VAK

Kahl a. Main
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Beim Start der Anti-Atom-Radtour auf dem Gelände des ehemaligen VAK. Foto: Michael Hofmann
Foto: Michael Hofmann
Rund 60 Atom­kraft­geg­ner sind am Sonn­tag­mor­gen vom Ge­län­de des frühe­ren Ver­such­sa­tom­kraft­werks (VAK) Kahl zu ei­ner »An­ti-Atom-Rad­tour« auf­ge­bro­chen. Sie führt in 20 Etap­pen bis zum 3. Sep­tem­ber nach Frei­burg - 1200 Ki­lo­me­ter lang.

Ziele sind laufende und abgeschaltete Reaktoren, verhinderte Atomkraftwerke, Atommüll-Zwischenlager, Deponien, Atomfabriken und andere Standorte der deutschen Atomgeschichte.

Start war um 9 Uhr bei schon ziemlich hohen Temperaturen an der sogenannten Gedenkturbine. Zu Beginn gab es kurze Reden von Helge Bauer und Davorka Lovrekovic, beide vom Verein »ausgestrahlt«, der die Radtour organisiert. »Wir freuen uns, dass die Anti-Atom-Bewegung total viel erreicht hat«, sagte Lovrekovic: Das sei zunächst der Impuls für die Radtour gewesen - mit Blick auf den 31. Dezember 2022, an dem die letzten Meiler abgeschaltet werden sollen.

»Nicht so positiv« sei aber die Diskussion um die Atomkraft, die gerade weitergehe, meinte sie. CDU und CSU wollten die Atomkraftwerke bis 2024 weiter laufen lassen, und es gebe Stimmen, man solle über neue Atomkraftwerke reden, ergänzte Bauer.

Deshalb werde man im Herbst weiter ein »klares Nein« zur Atomkraft hör- und sichtbar machen, sagte Lovrekovic. Da werde auch die »grüne Basis auf ihre Sprecher in Berlin einwirken müssen«, erklärte Bauer. Atomstrom sei im Übrigen nicht aus ideologischen, sondern schon aus technischen Gründen ungeeignet, um das Gasproblem zu lösen.

VAK mit Symbolcharakter

Das Versuchsatomkraftwerk (VAK) Kahl habe man als Ausgangspunkt gewählt, weil das einen »wahnsinnig symbolischen Charakter« habe, so Bauer. Der Rückbau des VAK habe länger gedauert als ein Betrieb; es habe hier »90 Störfälle, davon sieben schwerere«, gegeben.

Von Kahl aus ging es weiter nach Wolfgang, zum ehemaligen »Atomdorf«. Die Polizei, die die Rad-Demo absicherte, hatte erwartungsgemäß nichts zu tun.

Am Vorabend des Tour-Starts hatte es im Waldseestadion ein Auftaktfest gegeben, bei dem es neben Grußworten der Kahler Grünen auch Berichte zweier Zeitzeugen gab, Horst Reisert und Heinz Klein.

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