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Kirche: Lukas Rottmann ist neuer Pastor der Adventgemeinden Aschaffenburg, Wertheim und Bad Mergentheim

Aschaffenburg
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Lukas Rottmann (30) ist neuer Pastor der Adventsgemeinde Aschaffenburg und betreut auch die Gemeinden Wertheim und Bad Mergentheim.
Foto: Melanie Pollinger
30 Jah­re jung ist Lu­kas Rott­mann, der neue Pas­tor der Ad­vent­ge­mein­de Aschaf­fen­burg, der auch die Ge­mein­den Wert­heim und Bad Mer­gent­heim be­t­reut. Seit An­fang Sep­tem­ber wohnt Rott­mann in Aschaf­fen­burg und konn­te vie­le Ge­mein­de­mit­g­lie­der per­sön­lich ken­nen­ler­nen. Nach dem Co­ro­na-Lock­down ist der Kon­takt nun er­schwert, und der Pas­tor nutzt ver­stärkt in­ter­ak­ti­ve di­gi­ta­le Me­di­en wie Zoom-Ge­bets­k­rei­se, um die Ju­gend zu er­rei­chen.

Aschaffenburg sei die zehnte Station in seinem Leben und die zweite Pastorenstelle nach Erlangen 2017, erzählt Rottmann dem Medienhaus Main-Echo beim pandemie-konformen Spaziergang auf der Großmutterwiese. Geboren wurde Rottmann in Köln. Seine Eltern sind ebenfalls Siebenten Tags Adventisten (siehe "Zahlen und Fakten"). Als Pastor war sein Vater an etlichen Wirkungsstätten im Einsatz.

Nach der Schule absolvierte Lukas Rottmann ein freiwilliges soziales Jahr bei den Adventisten. "One Year for Jesus" habe ihm ermöglicht, "deutschlandweit hinter die Kulissen zu schauen". Danach studierte er Geschichte und evangelische Theologie für Lehramt am Gymnasium in Oldenburg. Nach dem Bachelor-Abschluss über das Thema Alkohol in der Bibel setzte Rottmann sein Studium an der adventistischen theologischen Hochschule in Friedensau fort. Thema der Masterarbeit war Musik.

Rottmann spielt Klavier und Gitarre in mehreren Bands. Musik ist für ihn ein wichtiger Bestandteil der Jugendarbeit. Bei überregionalen Adventisten-Jugendtreffen hatte er in den vergangenen Jahren die Musikleitung inne. Bei bayernweiten Treffen der Adventisten-Pfadfinder kämen bis zu 800 Leute zusammen, erzählt Rottmann. "Die Treffen machen mir sehr viel Freude."

Seine Hauptaufgabe beschreibt der junge Pastor als "Begleitung der Menschen im Leben und im Glauben." Das fange an mit Kinderfreizeiten und Kindersegnungsgottesdienst, dann Erwachsenentaufe, Ehevorbereitung und Hochzeit. Eigentlich habe er nicht in die Fußstapfen des Vaters treten wollen, verrät Rottmann. Doch nun habe er herausgefunden, dass ihm die Arbeit als Pastor doch Freude mache. "Das passt zu mir."

Zahlen und Fakten: Siebenten Tags Adventisten

Die Freikirche der Siebenten Tags Adventisten (STA) ist eine protestantische Freikirche. Gegründet wurde sie Mitte des 19. Jahrhunderts in Amerika. Heute hat sie mehr als 18 Millionen Mitglieder in 215 Ländern und wächst vor allem in Afrika und Lateinamerika. Die STA betreiben weltweit über 7000 Schulen, 100 Hochschulen und 600 Krankenhäuser und Sanitätsstationen. Die Adventisten glauben an die baldige Wiederkehr von Jesus Christus, halten den Samstag (Sabbat) heilig, taufen nur Erwachsene und propagieren ein Leben ohne Rauschmittel wie Tabak, Alkohol und Drogen. Die Bibel ist ihre alleinige Glaubensgrundlage. Die STA in Deutschland sind mit rund 20.000 getauften Mitgliedern und 10.000 Kindern und Jugendlichen in knapp 560 Gemeinden Gastmitglied in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) und gehören dem Verband Evangelischer Freikirchen (VEF) an. Die Aschaffenburger Gemeinde wurde 1930 gegründet. 1977 wurde das Gemeindezentrum an der Steinrückenstraße im Ortsteil Damm eingeweiht. Der Großteil der 100 Gemeindemitglieder, davon 85 getaufte Erwachsene, kommt aus Stadt und Kreis Aschaffenburg.

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