"Hundertmorgenwald" ab September im Vollbetrieb

Kinderbetreuung: Gemeinderäte schauen sich integrativen Kindergarten in Strötzbach an

Mömbris
1 Min.

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Der dritte integrative Kindergarten im Landkreis, der erste in Mömbris: Der Sozial- und Kulturausschuss der Marktgemeinde besuchte am Dienstag den "Hundertmorgenwald". Foto: Michael Hofmann
Foto: Michael Hofmann
Die of­fi­zi­el­le Er­öff­nungs­fei­er kommt co­ron­a­be­dingt früh­es­tens im Herbst. Doch der Be­trieb läuft schon seit April: Möm­b­ris hat mit dem Kin­der­gar­ten "Hun­dert­mor­gen­wald" sei­ne ers­te in­te­g­ra­ti­ve Kin­der­ta­ges­stät­te. Am Di­ens­tag sa­hen sich die Ge­mein­de­rä­te die Ein­rich­tung in Strötz­bach an.

Der "Hundertmorgenwald" ist der Ort, an dem die meisten Geschichten von "Winnie Puuh" spielen - "eine der ältesten Geschichten über Integration", wie die neue Kindergartenleiterin Anja Skalitz erklärte. Winnie Puuh und seine Freunde haben ADS, ADHS, Depressionen und andere Handicaps - und werden von dem einzigen Menschen in dieser Geschichte, Christopher Robin, so angenommen, wie sie sind. "Das ist auch unser Konzept", sagte Skalitz.

Noch in Containern

Am Dienstag schauten sich die Mitglieder des Sozial- und Kulturausschusses den neuen Kindergarten an. Er ist mit Containern in Modulbauweise errichtet - unmittelbar vor der nie fertig gewordenen Turnhalle Strötzbach. Mittelfristig soll der Kindergarten nach einem Umbau in die Halle einziehen, die nach der Auflösung des Turnvereins ins Eigentum der Gemeinde übergangen ist.

Träger des neuen Kindergartens ist die Lebenshilfe Aschaffenburg. Sie betreibt bereits integrative Kindergärten in Aschaffenburg und Alzenau. Aus Alzenau kommt auch Anja Skalitz: Sie hat dort den Kindergarten geleitet und die Hälfte ihrer Mitarbeiterinnen mitgenommen, um die neue Einrichtung in Strötzbach aufzubauen. Im April hat der Betrieb begonnen - coronabedingt aber nicht auf voller Flamme. Im September sollen alle Plätze belegt sein, erklärte Bernhard Germer, der fachliche Leiter der Lebenshilfe.

Dann sollen 42 Kinder in drei Gruppen, darunter auch eine Krippengruppe, den "Hundertmorgenwald" besuchen - davon elf Kinder mit Förderbedarf. Die Elternbeiträge entsprechen dem, was auch in anderen Kindergärten im Markt gezahlt wird. Was die Einrichtung von anderen unterscheidet, ist zum Beispiel der Therapieraum: Dort gibt es Ergo-, Logo- oder Physiotherapieeinheiten - je nach Förderbedarf eines Kindes.

Skalitz und Germer zeigten sich gegenüber Bürgermeister Felix Wissel (parteilos) angetan von der Zusammenarbeit beim Bau: "So etwas haben wir noch nicht erlebt", sagte Germer. Der "Hundertmorgenwald" passe auch gut zur Umgebung: In Strötzbach gebe es einen Bach, Wald und Wiese - und eine Schafherde in Sichtweite, freute sich Skalitz. Für die Räte hatte sie am Schluss noch eine Überraschung parat: Nach der Tour durch den Kindergarten mit Schuhüberziehern und Mundschutz gab es noch Kuchen für alle.

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