Hohlweg-Ausbau in Schimborn beginnt

Bürgerversammlung: Bauarbeiten ab dieser Woche - Vollsperrung - Planer informiert über den Ablauf - Im Juli 2023 fertig?

Mömbris
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Vom bisherigen Ausbauende bis zur Einmündung Kapellenweg (oben links) soll der Hohlweg als Mischverkehrsfläche weitergeführt werden. Nach dem Kapellenweg geht es mit einem neuen Gehweg links und einer neuen Fahrbahn weiter. Foto: Marion Stahl
Foto: Marion Stahl
In der An­kün­di­gung war von »bald be­gin­nen­den Ar­bei­ten« zum Aus­bau des Hohl­wegs in Schim­born die Re­de.

Bei der Bürgerversammlung in der örtlichen Schulturnhalle am Donnerstagabend informierte Bürgermeister Felix Wissel (parteilos), dass die Arbeiten schon an diesem Montag, 4. Juli, mit der Baustelleneinrichtung beginnen werden.

Sie sollen unter Vollsperrung erledigt werden, so dass Kirche, Mittelschule, Feuerwehr und Friedhof ausschließlich übers Kirchwieschen erreichbar sein werden. Zurzeit werde mit einem Ende der Maßnahme im Juli 2023 gerechnet. Wissel räumte gleichzeitig ein, dass das nur eine Schätzung sei: »Bei den Arbeiten kann man immer auf Unerwartetes stoßen.« Als Beispiele, die für Verzögerungen sorgten könnten, nannte er unbekannte Kanalstücke, Kabel oder gar Munition aus Kriegen.

Nach Angaben der anwesenden Vertreter vom Planungsbüro SIK Aschaffenburg, der Baufirma Engelhaupt, des Zweckverbands Fernwasserversorgung (FWS) Hörstein und der Aschaffenburger Versorgungs-GmbH (AVG) soll der Hohlweg in seinem bisherigen Bestand ausgebaut werden. Demnach beginnen die Arbeiten dort, wo sie aufgehört haben, als im Zuge des Ausbaus der 2018 freigegebenen Ortsdurchfahrt (Staatsstraße 2305) ein großer Teil der Einmündung des Hohlwegs auf die Ortsdurchfahrt mit ausgebaut worden war.

Leitungen, Kanal, Glasfaser

Zuerst sollen die neuen Wasserleitungen verlegt werden. Wenn diese Arbeiten voraussichtlich im September abgeschlossen sind, sollen die Kanalarbeiten folgen. Sie sollen bis Dezember dauern. Im nächsten Jahr sollen dann die Straßenbauarbeiten inklusive Strom, Straßenbeleuchtung und Leerrohr fürs Glasfasernetz (das wird von der Firma Deutsche Glasfaser gelegt) an der Reihe sein. Im Detail ist vorgesehen, die beim Ausbau der Ortsdurchfahrt entstandene Mischverkehrsfläche vom bisherigen Endbereich der Arbeiten bis zur Einmündung Kapellenweg weiterzuführen. Ab der Einmündung in den Kapellenweg sei die Straße etwas breiter, so dass nicht nur eine Fahrbahnbreite von 5,5 Metern erreicht werden könne.

Zudem soll auf der linken Straßenseite (von der Staatsstraße kommend) ein 1,5 Meter breiter Gehweg hergestellt werden, der bis ans Bauende reichen soll.

Auf spätere Nachfrage unseres Medienhauses ergänzte Uwe Erren, Leiter der gemeindlichen Abteilung Bautechnik, dass die für den Gehweg notwendigen Grundstücke nicht alle erworben werden konnten. Aber mit den Eigentümern seien Vereinbarungen getroffen worden, dass die Flächen trotzdem für den Gehweg zur Verfügung stehen.

Telekom doch bereit?

Die meisten Fragen der lediglich etwa 20 Zuhörer - unerwartet wenig im Vergleich zu Bürgerversammlungen vor der Pandemie - bezogen sich auf individuelle Gegebenheiten. Ein Zuhörer überraschte jedoch mit der Information, die Firma Deutsche Telekom habe ihm signalisiert, dass sie bereit wäre für den Breitbandausbau. »Die Telekom hat gesagt, dass sie nicht mehr investieren will. Wir sind aber offen, wenn sich etwas geändert haben sollte«, sagte der Rathauschef.

Und noch einen Unterschied gab es: Früher standen stets die Kosten im Fokus. Seit dem Wegfall der Straßenausbaubeiträge scheinen sie jedoch in den Hintergrund gerückt.

Auch am Donnerstag wollte niemand wissen, dass von den rund 1,1 Millionen Euro geschätzten Gesamtkosten die Gemeinde etwa 852.000 Euro trägt und den Rest die weiteren am Bau Beteiligten, wie die FWS und die AVG, übernehmen.

Um Missverständnissen vor-zubeugen informierte der Rathauschef lediglich, dass jeder Eigentümer Anspruch habe auf einen kostenlosen Kanalanschluss. Sollten auf einem Anwesen mehrere Anschlüsse vorhanden sein, habe der Eigentümer die Wahl: entweder er bezahlt alle weiteren Anschlüsse oder er führt sie so zusammen, dass am Ende nur noch ein einziger, dann kostenloser, Anschluss übrig bleibt. Außerdem wurde von allen am Bau Beteiligten darum gebeten, Termine wie beispielsweise Öllieferungen rechtzeitig mitzuteilen, damit das bei den Arbeiten entsprechend berücksichtigt werden könne (weiterer Bericht zur Bürgerversammlung folgt).

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