Hösbachs Rathaus soll klimafreundlicher werden

Bauausschuss beschließt energetische Sanierung - Austausch von Fenstern und Heizung sowie Dachdämmung

Hösbach
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Hös­bachs Rat­haus ist in die Jah­re ge­kom­men. Das 1952 er­rich­te­te Ge­bäu­de ist in­zwi­schen nicht nur zu klein ge­wor­den für al­le Mit­ar­bei­ter, son­dern er­füllt auch bau­lich nicht mehr die ak­tu­el­len An­for­de­run­gen. Vor al­lem die En­er­gie-Bi­lanz des Hau­ses ist ver­bes­se­rungs­wür­dig, wie Si­mon Sau­er auf der jüngs­ten Sit­zung des Bau­aus­schus­ses er­läu­ter­te.

Der Energieberater betreut die zehn Gemeinden, die sich im Klimanetzwerk »Die Klima 10« zusammengeschlossen haben, und hatte ein Konzept mitgebracht, wie das Rathaus energetisch saniert werden kann.

Schlecht isoliert

Denn ein erklärtes Ziel des Netzwerks ist die Senkung der Treibhausgas-Emissionen durch die Optimierung der gemeindeeigenen Liegenschaften. Dass bei Hösbachs Rathaus Bedarf besteht, zeigte Sauer anhand einer Wärmebildanalyse. Schlecht isolierte Fenster - ausgenommen die bereits ausgetauschten im Sitzungssaal - und Außenwände lassen viel Wärme nach Außen dringen.

Insgesamt 60 000 Kilowattstunden könnten pro Jahr an Strom eingespart werden, sagte Sauer und stellte dem Plenum zwei Sanierungsvarianten vor.

Variante 1: Die Sanierung der Fenster (Kosten: knapp 200 000 Euro brutto), die Dämmung des Daches von Außen (300 000 Euro) sowie den Austausch der Heizung, um nicht zuletzt künftig auf fossile Energieträger verzichten zu können (knapp 110 000 Euro).

Variante 2: Alle Maßnahmen wie bei Variante 1 zuzüglich der Dämmung der Außenhülle des Rathauses (260 000 Euro) inklusive eines Lüftungskonzepts.

Zudem sei für alle Maßnahmen mit Fördergeldern zu rechnen. Wobei die Einzelmaßnahmen mit 20 Prozent gefördert würden, für die Gesamtmaßnahme mit bis zu 34 Prozent Förderung zu rechnen sei, so Sauer.

Dennoch entschieden sich die Ausschuss-Mitglieder für kleinere die Variante 1. Da ein Umbau des Rathauses anstehe, bestünde die Gefahr, dass gewisse Dinge, wie zum Beispiel Lüftungsanlagen zurückgebaut werden müssten, hatte der stellvertretende Bürgermeister Frank Houben (CSU), der die Sitzung leitete, zuvor als Grund genannt.

Hintergrund: "Die Klima 10"

Im April dieses Jahres haben sich zehn Gemeinden aus den Kreisen Aschaffenburg, Miltenberg und Main-Kinzig zu einem Netzwerk zusammengeschlossen, um gemeinsam Treibgas-Emissionen zu senken und etwas für den Klimaschutz zu tun. Der Anzahl der Gemeinden und ihrem Ziel entsprechend heißt das Netzwerk "Die Klima 10" und ist aus dem Kommunalen Energieeffizienz-Netzwerk - kurz KEEN 6 - hervorgegangen, wie Simon Sauer in der Bauausschuss-Sitzung sagte.

Sauer ist Energieberater und Geschäftsführer des Büros für Technik (BfT) in Hösbach, das schon die sechs KEEN-Gemeinden betreute und nun im Rahmen der Netzwerkarbeit das Energiekonzept für das Hösbacher Rathaus entwickelt hat. "Die Klima 10" sind Goldbach, Hösbach, Kleinostheim, Karlstein, Mainaschaff, Niedernberg, Elsenfeld, Eschau, Bad Orb und Brachttal.

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