Christian-Schad-Museum: Nach dem offiziellen Festakt am Freitagabend nun auch offen für das Publikum

Hereinspaziert und hingeschaut!

Aschaffenburg
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Aschaffenburg, Stadthalle am Schloss: Eröffnung des Christian Schad Museums. Grußwort der Bayerischen Staatsministerin für Digitales, Judith Gerlach. Foto: Stefan Gregor 03.06.2022
Foto: Stefan Gregor
Aschaffenburg, Innenstadt: Bunt und spirituell - Die Nacht der Offenen Kirchen 2022, das heute neu eröffnete Christian Schad Museum. Foto: Stefan Gregor 03.06.2022
Foto: Stefan Gregor
Das Museum als Ort der Wissensvermittlung: »Belichtungsobjekte« und Fundstücke für Christian Schads Schadographien. Foto: Stefan Gregor
Foto: Stefan Gregor
Es ist er­öff­net: Nach dem of­fi­zi­el­len Fest­akt am Frei­ta­g­a­bend in der Stadt­hal­le wa­ren die 800 ge­la­de­nen Gäs­te die ers­ten of­fi­zi­el­len Be­su­cher des neu­en Chris­ti­an-Schad-Mu­se­ums in der Aschaf­fen­bur­ger Pfaf­fen­gas­se.

Wegen der Masse des Publikums wurden die Festgäste gruppenweise durch das Museum neben der Kunsthalle Jesuitenkirche geführt. Die Wartenden hatten währenddessen die Gelegenheit, das Angebot zur Nacht der offenen Kirchen in der Stadt in Anspruch zu nehmen.

Endlich eröffnet: Das Christian-Schad-Museum in Aschaffenburg
Quelle: Moni Münch

 

Davor gab es beim - vom Salonorchester El'Sava und Johannes Möller am Klavier musikalisch mit Liedern aus Schads Schaffens-epochen aufgewerteten - Festakt Grußworte von Aschaffenburgs Oberbürgermeister Jürgen Herzing (SPD), der Bayerischen Digitalministerin Judith Gerlach (CSU) aus Weibersbrunn (Kreis Aschaffenburg) als Vertreterin der Bayerischen Staatsregierung, von Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel (CSU) aus Wörth (Kreis Miltenberg) und des Leiters der Landesstelle für nichtstaatliche Museen in Bayern Dirk Blübaum. Aus dem Büro von Bayerns Ministerpräsident war dessen Teilnahme abgesagt worden, weil Markus Söder (CSU) am 3. Juli zum Tag der Franken in Aschaffenburg sein wird. Judith Gerlach schlug in ihrem Grußwort den Bogen von ihrem Metier - der digitalen Welt - zur Kunst, indem sie die unverfälschte Wirklichkeit in Schads Bildern der vermeintlichen Perfektion in der Bilderwelt von Social Media gegenüberstellte.

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Eröffnung Schad-Museum
Foto: Stefan Gregor |  18 Bilder

Thomas Schauerte, der Leiter der Museen der Stadt Aschaffenburg, führte in die Thematik des neuen und bundesweit einzigartigen Museums ein, der Regensburger Kunsthistoriker Christoph Wagner - ein Experte im Bereich der Bildwissenschaft und der Kunst der Moderne, widmete sich in seinem Festvortrag »Entblößungen der Wirklichkeit« Christian Schad als »Meister der optischen Betastung«. Für die Öffentlichkeit ist das Christian-Schad-Museum ab diesem Samstag geöffnet - zur Eröffnung gilt dabei bis einschließlich Pfingstmontag, 6. Juni, freier Eintritt für alle Besucher.

Die Ausstellung gliedert sich in drei Ebenen: Der Auftaktraum im Erdgeschoss gibt einen Gesamtüberblick zur Herkunft des Künstlers und die Rolle Aschaffenburgs in seinem Leben. Die beiden oberen Geschosse widmen sich dem Gesamtwerk Christian Schads (1894 bis 1982) von seinen Anfängen als experimentierfreudiger Student bis zu seinem Tod 1982. Über 200 ausgestellte Werke illustrieren Motivation, Streben und Handeln eines herausragenden Vertreter der Moderne.

Das Schad-Museum ist nicht nur Ort der reinen Kunst, es zeigt auch des Künstlers Leben: hier seinen Morgenmantel aus den 1920er Jahren. Foto: Björn Friedrich
Foto: Björn Friedrich

Auch für jene, die zunächst nicht an einen Besuch denken, ist das Christian-Schad-Museum einen Blick wert: Denn das Gebäude setzt städtebauliche Akzente, zum Leitmotiv der Außengestaltung ist die Schadographie gewählt, die Fotografie ohne Kamera. Mit dieser von Kunsthistorikern als »wesentlich« bezeichnete Neuerung der Modernen Kunst wird Christian Schad weltweit als Künstler identifiziert. Am Eingangsportal, im Treppenhaus, am Aufzug und an den Fassaden weisen dementsprechend hinterleuchtete Motive der Schadographie dem Besucher den Weg zum neuen Museum.

Zur Landingstraße hin ist das Treppenhaus des Gebäudes in einen verglasten Erker eingepasst. Dessen unregelmäßige Form soll an Christian Schads kubistisch-expressionistische Phase erinnern.

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