Grünes Licht für Kultur- und Sporthalle in Schöllkrippen

Bauen: Gemeinderat für Neubau statt Sanierung - Mittelschulverband muss Grundstücksübertragung zustimmen

Schöllkrippen
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Die Markt­ge­mein­de Sc­höllkrip­pen ist be­reit, an­s­tel­le der bis­he­ri­gen Sport­hal­len an der Mit­tel­schu­le ei­ne neue Kul­tur- und Sport­hal­le zu er­rich­ten. Den Neu­bau über­nimmt sie in ei­ge­ner Re­gie, wenn der Mit­tel­schul­ver­band da­mit nicht nur ein­ver­stan­den ist, son­dern der Ge­mein­de auch das Grund­stück über­trägt.

Diesen Grundsatzbeschluss fasste der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig, nachdem Architekt Stephen Knapp vom Büro Knapp Kubitza Architekten die Kosten erläutert hatte. Der Neubau, der im Vergleich zu Sanierung und Erweiterung des Bestands das Rennen machte, würde demnach zwar rund sechs Millionen Euro kosten. Aber die neue Halle wäre dann sowohl für den Schulsport an der Mittel- und Grundschule als auch für kulturelle Veranstaltungen geeignet.

Die anteiligen Kosten für den Bau einer reinen Schulsporthalle für insgesamt 29 Schulklassen, davon 23 an der Mittelschule, bezifferte Knapp auf rund 4,4 Millionen Euro. Die restlichen rund 1,6 Millionen Euro würden benötigt, um unter anderem mit einem zusätzlichen Foyer und einer Küche eine auch beispielsweise für Faschingssitzungen oder Theateraufführungen nutzbare Halle zu erhalten.

Fördermittel

Nach Angaben von Bürgermeister Marc Babo (CSU) wurden der Gemeinde 1,5 Millionen Euro Bundesförderung und 2,2 Millionen Euro Zuschuss von der Regierung von Unterfranken in Aussicht gestellt. Die Marktgemeinde müsste somit noch 2,3 Millionen Euro aus eigenen Mitteln finanzieren.

Voraussetzung sei allerdings, dass die Regierung von Unterfranken das Wirtschaftsgutachten der Architekten anerkenne. Dieses Gutachten beinhalte die Gegenüberstellung des Aufwands und der Kosten, die mit einer Sanierung und Erweiterung der in den Jahren 1971 und 1992 errichteten Sporthallen einhergehen würden.

»Der Gesamtzustand ist sehr schlecht. Es besteht ein erheblicher Sanierungsbedarf«, so die Bilanz der Bestandsaufnahme durch die Architekten. Knapp führte aus, viele Räume seien zu klein, die Lüftung reiche nicht aus, Heizung und Technik müssten überholt werden, der Schwingboden funktioniere nicht mehr, und welche Überraschungen das Flachdach berge, könne niemand vorhersagen. Zudem sei eine Erweiterung nicht ohne Eingriff in den Bestand möglich.

Die Kosten für diese Variante schätzte Knapp auf rund 3,7 Millionen Euro. Beim Vergleich der Wirtschaftlichkeit dürfe ein Neubau 20 Prozent teurer sein, und das wäre in diesem Fall sogar »eine Punktlandung«.

Auf Nachfrage von Theo Grünewald (Grüne) bezüglich der Refinanzierung der Kosten für eine Mehrzweckhalle erklärte Babo, dass der Mittelschulverband Miete zahlen würde, wenn das Eigentum auf die Gemeinde überginge. Begrüßt wurde der Vorschlag von Stephan Roth-Oberlies (Grüne), andere Gemeinden mit ins Boot zu holen, da auch sie von einer neuen Halle profitieren könnten. Laut Babo müsse das aber zuerst wegen einer möglichen Förderschädlichkeit geprüft werden.

»Jeder, der die Hallen kennt, weiß, dass Handlungsbedarf besteht«, fasste der Rathauschef zusammen. Und sein Parteikollege Marco Schmitt bestätigte: »Das ist eine einmalige Chance. Solche Rahmenbedingungen für einen Neubau werden sich in absehbarer Zeit nicht mehr ergeben.«

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